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SVK fehlt die Durchschlagskraft

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Roland Fichtl (rechts), der in dieser Szene vom Kirchanschöringer Christoph Dinkelbach gestoppt werden konnte, traf in der 75. Minute und sicherte dem TSV Kottern damit in Kirchanschöring den Sieg in der Bayernliga Süd. (Foto: Butzhammer)

Schon im Vorfeld der Partie gegen den TSV Kottern hatte Michael Kostner, Trainer des Fußball-Bayernligisten SV Kirchanschöring, ein »enges Match« erwartet – zumal sich beide Teams aus den vergangenen Jahren und vom Toto-Pokal-Duell der laufenden Saison (das die Allgäuer im Elferschießen gewannen) bestens kennen. Und der 50-jährige Ex-Profi sollte Recht behalten: Vor 382 Zuschauern im Stadion an der Laufener Straße entwickelte sich ein bis zum Schlusspfiff spannendes Spiel, das die Truppe von TSV-Coach Esad Kahric letztlich knapp, aber nicht unverdient mit 1:0 (0:0) für sich entscheiden konnte.


Die Schlussviertelstunde war fast schon angebrochen, als Roland Fichtl die Gäste mit seinem dritten Saisontor über die Führung jubeln ließ (75.). Einen von drei, vier Klasse-Kontern des TSV schloss er nach Vorarbeit von Marcello Barbera und Armin Rausch mit einem 18-Meter-Schuss erfolgreich ab.

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Dabei hatten die »Anschöringer« gar nicht schlecht losgelegt und nach 14 Minuten auch die erste Großchance an diesem wunderschönen Herbstnachmittag kreiert, doch Tobias Schild, gefährlichster Akteur der Gelb-Schwarzen, hatte mit einem satten Schuss Pech – der reaktionsschnelle Tormann Tobias Heiland lenkte das Leder an die Latte. »Schild ist einfach ein geiler Kicker«, lobte TSV-Co-Trainer Matthias Günes den SVK-Offensivmann. »Man hat aber auch gemerkt, dass Kostner sich etwas gegen unsere Leute Armin Rausch und Matthias Jocham einfallen hatte lassen.«

Die Hausherren bemühten sich nach dem Kotterner Führungstreffer vehement um den Ausgleich, letztlich fehlte ihnen jedoch die nötige Durchschlagskraft um Heilands Gehäuse ernsthaft zu gefährden. Kostner brachte unter anderem Maximilian Probst, der sein Comeback nach Verletzungspause gab. Doch auch dem Ex-Traunsteiner fehlte – ebenso wie »Interimskapitän« Florian Hofmann (der anstelle des verletzten Tobias Janietz die Binde trug) – das nötige Quäntchen Glück im Abschluss.

So brachten die cleveren Allgäuer, die nach der Pause deutlich kompakter wirkten als im ersten Durchgang, den knappen Vorsprung über die Runden und durften einen gelungenen Vorrundenabschluss in Form des achten Saisonsieges feiern – verbunden mit dem Sprung auf Rang fünf. Immerhin konnten die Gäste den Ausfall der beiden Leistungsträger Sezer Yazir und David Mihajlovic gut kompensieren. Dagegen rutschte der SVK auf Position zehn ab und versäumte es, ein Polster zwischen sich und die rote Zone zu legen.

»In der ersten Halbzeit war Kirchanschöring torgefährlicher – da haben wir den Fehler gemacht, dass wir das Spiel offen gestalten wollten – weil uns das in den letzten Wochen gut gelungen ist – und den Gastgebern somit zu viele Räume gegeben haben«, resümierte Günes, »am Ende haben wir ein Spiel gewonnen, das auch anders hätte ausgehen können«, freute sich der Gäste-Co-Trainer. In einer fairen Begegnung kam Schiedsrichter Thomas Berg mit fünf gelben Karten aus – drei zückte er auf SVK-, zwei auf TSV-Seite.

Am kommenden Samstag (15 Uhr) starten die Rupertiwinkler mit einer neuerlichen Heimvorstellung in die zweite Saisonhälfte der 5. Liga: Zu Gast ist dann der SV Pullach, der Ex-Verein von Christoph Dinkelbach.

SV Kirchanschöring: Schönberger, Obirei, Dinkelbach, Deiter, Hartl (ab 64. Kraus), Pöllner (ab 77. Probst), Omelanowsky, Hofmann, Schild, Reiter, Jung (ab 88. Birner).

TSV Kottern: Heiland, Kaya, Simikic, Jocham, Geiger, Fichtl, Rausch (ab 88. Becker), Barbera, Redle (ab 60. Odaci), Miller, Speiser (ab 69. Speiser).

Tor: 0:1 Fichtl (75.).

Schiedsrichter: Berg (TSV Landshut-Auloh).

Zuschauer: 382. cs

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