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SV Oberteisendorf schafft den Klassenerhalt

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Gefeierter Mann beim SVO: Peter Enzinger (links), zum Jubeln kommen (von links) Michael Krenmair, Markus Rechenauer, Kapitän Thomas Burghartswieser und Daniel Aschauer. (Foto: Bittner)

Der SV Oberteisendorf hat den Klassenerhalt in der Fußball-Kreisklasse geschafft. Der SVO bezwang den Vizemeister der A-Klasse VI, den SV Leobendorf, vor 850 Zuschauern in Petting mit 5:0. Entscheidenden Anteil am Sieg hatte Peter Enzinger mit einem Dreierpack.


Der Sieg für die Schützlinge von Oberteisendorfs Trainer Hermann Hiebl gegen den ideen- und harmlos agierenden SV Leobendorf war eine durch und durch verdiente Angelegenheit.

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Die Helfer des TSV Petting hatten den Platz top hergerichtet und den Ansturm der Zuschauer gut im Griff.

Der Coach des A-VI-Vizemeisters, Emre Ispiroglu, musste seine Innenverteidigung umbauen: Für Urlauber Andi Spitz rückte der sonst sehr offensiv agierende Pape Fall in den SVL-Abwehrverbund. Leobendorf zeigte couragierte erste Minuten, ohne aber Zwingendes herauszuarbeiten. Ein Schuss von Leon Schifflechner, der sofort abzog, hätte einen raschen Erfolg bringen können. Der Ball blieb in der vielbeinigen SVO-Abwehr hängen.

Bald schon zeigte sich jedoch, dass Oberteisendorf mit seinem typischen Spiel – weite Bälle nach vorn – Erfolg haben würde. Leobendorf fand überhaupt keine Räume, die Pässe kamen nicht an, Liga-Torschützenkönig Florian Schnugg war in der SVO-Viererkette komplett abgemeldet. Kapitän Florian Hainz und seine Kollegen ließen jegliche Durchschlagskraft vermissen.

Früh musste beim SVO Michi Hiebl angeschlagen für Maxi Öggl weichen, der ab der 19. Minute souverän in der Oberteisendorfer Abwehr Regie führte. Drei Minuten darauf leitete ein höherklassig erfahrener Routinier den Sieg ein: Ex-Bezirksliga-Spieler Sebastian Schallinger zirkelte einen 28 Meter-Freistoß direkt aufs Tor, und das Leder trudelte ins Netz. Ein »dummes Ding« für Keeper Christoph Pöhlmann, der freilich nicht wissen konnte, ob noch jemand an den Ball kommen würde - 0:1 (22.).

Erstaunlicherweise raubte den Leobendorfern bereits dieser Rückstand einiges an Enthusiasmus. SVO-Torhüter Daniel Berger musste daher über die gesamten 90 Minuten nicht einen gefährlichen Ball bändigen. Seine Vorderleute wurden ihrerseits immer sicherer und benötigten nicht einmal viele Chancen, um rasch für klare Verhältnisse zu sorgen: Ein Befreiungsschlag von Schnugg-Bewacher Daniel Aschauer landete bei Routinier Peter Enzinger, der den Ball völlig frei vor Pöhlmann cool ins Netz lupfte - 2:0 (31.).

Nach der Pause wollte der SVL vor den Augen seiner Ex-Trainer Moritz Bauregger und Bernd Billinger (SV Surberg) nochmal angreifen, Emre Ispiroglu schwor seine Truppe auf dem Rasen neu ein. Das Vorhaben wurde sofort zerstört: Markus Rechenauer erhielt abseitsverdächtig einen weiten Ball von Robin Mayer, die anschließende Rückgabe verpassten Enzinger und Mayer, doch von hinten kam Maxi Öggl angerauscht und machte aus zwölf Metern das 3:0 (46.). Die Sache war entschieden.

Es dauerte bis zur 56. Minute, ehe die Relegationsbesucher die erste richtig gute SVL-Gelegenheit serviert bekamen: Doch Leon Schiff-lechner schoss völlig frei Daniel Aschauer an den Kopf, von dort flog der Ball knapp übers Gebälk. Beim SVO – dessen Fans nun zu ersten Jubelgesängen ansetzten – war alles längst pure Spielfreude: Diese nutzte Peter Enzinger zu zwei weiteren Treffern (77./83.). Sein Trainer Hermann Hiebl meinte im Anschluss freudestrahlend: »Relegationszeit ist Petzi-Zeit«. Er ergänzte: »Nach den nervösen Anfangsminuten, in denen wir die zweiten Bälle nicht gut verteidigt haben, hat jeder gesehen, dass wir die bessere Mannschaft waren. Jeder meiner Spieler hat alles gegeben, das war überragend. Ich bin stolz auf dieses Team.«

SVL-Coach Emre Ispiroglu war enttäuscht: »Unsere Fehler lagen in den Abständen – zwischen Abwehrkette und Stürmer lagen oft 60 Meter, das ist zu viel. Dadurch hatten wir im Zentrum keinen Zugriff, dort fehlte uns vor allem Pape Fall, der hinten spielen musste. Das 5:0 ist zu hoch, so brutal hat uns Oberteisendorf nicht hergespielt – aber freilich ist der Sieg hochverdient. Wir hatten insgesamt einfach zu wenig Mumm.«

SVL-Abteilungsleiter Stefan Thaler ergänzte: »Oberteisendorf war frischer, aggressiver. Hinten standen wir gar nicht so schlecht. Aber bei ihren weiten Schlägen nach vorn waren wir extrem unclever. Der SVO wollte es heute mehr, so einfach ist das. Nächste Saison greifen wir wieder an.« bit