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SV Kirchanschöring gewinnt in Ismaning

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Kirchanschörings Tobias Schild traf in Ismaning doppelt und sicherte seiner Mannschaft so einen 3:2-Sieg beim FCI. (Foto: Butzhammer)

Nach der 0:5-Klatsche im Inn-Salzach-Derby gegen den TSV Wasserburg haben sich die Bayernliga-Fußballer des SV Kirchanschöring beim favorisierten FC Ismaning mit einer »geilen Mannschaftsleistung«, wie es Torwart Stefan Schönberger ausdrückte, rehabilitiert: Mit 3:2 (2:1) siegte der SVK in Ismaning vor 140 Zuschauern. Die Mannschaft von SVK-Trainer Michael Kostner steckte dabei selbst Nackenschläge und einige Ausfälle weg.


»Das war ein absolut verdienter Sieg« freute sich Michael Kostner nach dem Schlusspfiff. »Wir haben Einsatz und Spielfreude gezeigt und ein System gespielt, das gerade in dieser Situation weiterhilft.« Mit Tobias Janietz, Albert Deiter und Christoph Dinkelbach hatten schließlich wichtige Akteure gefehlt. Man habe allerdings die Verunsicherung gemerkt, denn Ismaning sei eben eine »spielstarke Mannschaft«. Aber die Reaktion »war schon topp«, wie der Trainer betonte.

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Alleine die 1:0 Führung für den SVK zeugte von gnadenlos effektivem Umschaltspiel: Zunächst musste Stefan Schönberger noch per Fußabwehr klären, ehe der als Mittelstürmer agierende Manuel Omelanowsky nach nur drei Anspiel-Stationen mit Ball seinen Gegenspieler abschüttelte. FCI-Torwart Sebastian Fritz wollte zwar noch mit den Beinen klären, doch das Leder flog in hohem Bogen zum 0:1 in die Maschen (4. Minute). Zwei Minuten später spielte Kirchanschörings Kevin Kostner aus der neu formierten Viererkette einen Ball in die Spitze, Nutznießer war am Ende Tobias Schild, der aus der Gasse Sebastian Fritz keine Chance ließ und zum 0:2 einschoss (6.).

Danach stand die SVK-Defensive sattelfest, nur einem missglückten Kopfball durch den Unglücksraben Lukas Pöllner, der nach einer Flanke von links ins eigene Tor köpfte, hatten die Münchner Vorstädter ihren Torjubel zum 1:2 zu verdanken (37.). Doch selbst da gab Kirchanschörings Übergangskapitän Florian Hofmann die Marschroute aus, einfach weiterzumachen.

Der Vorsprung hielt bis weit in Hälfte zwei, Ismaning dezimierte sich zwischenzeitlich selbst, als Daniel Weber mit einer Gelb-Roten Karte vom Platz musste (57.). Kirchanschörings Trainer musste Kevin Kostner vom Feld nehmen, der ebenfalls Gelb-Rot gefährdet war, aber bis dahin eine bärenstarke Partie im Abwehrverbund geliefert hatte und durch Luka Obirei ersetzt wurde (76.). Die Ismaninger nutzten daraufhin eine Unachtsamkeit der nun erneut umformierten SVK-Abwehr und kamen nach einer Flanke von rechts durch Angelo Hauk zum 2:2-Ausgleich (77.). Das SVK-Trainerteam brachte mit Maximilian Probst einen weiteren Stürmer (85.), ging volles Risiko und das sollte sich diesmal auszahlen: Nach einem langen Ball von Maximilian Reiter startete Manuel Omelanowsky über rechts bis zur Grundlinie durch und legte in die Mitte zurück. Am Fünfmeterraum stand Tobias Schild und schoss die Kugel zum 2:3-Endstand für die Gäste ein (90.).

Heimtrainer Mijo Stijepic war entsprechend »unzufrieden«. In den letzten drei Spielen habe beim FCI »alles gepasst«. In beiden Heimspielen sei der Gegner mit den ersten Angriffen vors Tor gekommen »und dann scheppert es«. Er predige seiner Mannschaft immer wieder: »Wenn wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben wollen, dann dürfen solche Tore nicht passieren.«

Michael Kostner hofft nun, so eine Leistung auch in den Heimspielen der Kirchanschöringer »rüberbringen zu können«. Um ein Spiel zu gestalten, fehle es einfach noch an »Selbstsicherheit«. Er forderte auch, dass die Zuschauer ihre Erwartungshaltung »herunterschrauben« – schließlich sei es sonst auch für ihn persönlich frustrierend: »Da mache ich mir schon Gedanken, wie alles weitergehen soll«, erklärte der Trainer. Er sei schließlich nicht zum SVK gekommen, um »Woche für Woche Erfolg zu haben, sondern um den Verein und die jungen Spieler weiterzubringen«. Die kritische Haltung zu Hause sei »momentan extrem«, auch weil »immer alles hinterfragt und sofort schlecht geredet« werde.

FC Ismaning: Fritz, Siedlitzki (88. Neuber), Siebald (65. Redl), Brandstetter (65. Kubina), Akkurt, Mori, Weber, Hauk, Ehret, Dominik Hofmann, Killer.

SV Kirchanschöring: Schönberger, Peter, Hartl (66. Sturm), Pöllner, Omelanowsky, Daniel, Kevin Kostner (76. Obirei), Urban (85. Probst), Florian Hofmann, Schild, Reiter.

Tore: 0:1 Omelanowsky (4.), 0:2 Schild (6.), 1:2 Pöllner (37./Eigentor), 2:2 Hauk (77.), 2:3 Schild (90.).

Gelb-Rote Karte: Weber (57./wiederholtes Foulspiel).

Zuschauer: 120.

Schiedsrichter: Stefan Treiber (FC Zell-Bruck). mw