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SpVgg wartet auf dem »Löwen«-Gelände

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Wagings Co-Trainer Veit Gröbner (rechts) trägt in den letzten beiden Saisonspielen die Verantwortung. Ali Gezer weilt bereits im Urlaub. (Foto: Butzhammer)

Gefeiert haben die Waginger Kicker am vergangenen Samstag, als hätten sie den Aufstieg schon geschafft – vor allem Trainer Ali Gezer wurde enthusiastisch verabschiedet nach dem Weiterkommen in Emmering. Doch eigentlich steht den »Seerosen« die höchste Hürde im Kampf um den Aufstieg in die Fußball-Bezirksliga erst bevor: die SpVgg Haidhausen. Wer nach den kommenden beiden Spielen Grund zum Jubeln hat, spielt in der Saison 2019/20 in der 7. Liga, der Verlierer bleibt dagegen Kreisligist.


Weil in Haidhausen der Platz umgebaut wird, findet das Hinspiel am heutigen Mittwoch um 19.30 Uhr auf dem Trainingsgelände des TSV 1860 München (Grünwalder Straße 114, Kunstrasen) statt, das Rückspiel steigt dann am Samstag um 15 Uhr im Waginger Wilhelm-Scharnow-Stadion.

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»Ein Bus fährt rauf zu den Sechzigern, wir haben also einige Fans dabei«, berichtet Wagings Abteilungsleiter Stefan Hinterreiter, der natürlich hofft, dass sich die Truppe von Veit Gröbner (der Co-Trainer trägt in den letzten beiden Saisonspielen anstelle von Urlauber Gezer die Verantwortung) gut aus der Affäre ziehen und eine Top-Ausgangsposition fürs Rückspiel verschaffen kann.

Im Vergleich zum vergangenen Samstag kehrt Sebastian Schilling wieder in den Kader zurück, ansonsten wird Gröbner – von diversen kleineren Stellschrauben abgesehen – dem zuletzt erfolgreichen TSV-Team erneut eine Chance geben und auch für ein ähnliches taktisches Auftreten sorgen. Das sieht übrigens auch Gezer so, der vor dem Abflug in die Türkei am Pfingstmontag meinte: »Veit und ich haben alles abgesprochen, das war aber auch kein Problem, denn wir liegen ja sowieso auf einer Wellenlänge.«

»Das Spiel wird nicht einfach«, erwartet Hinterreiter allemal einen bärenstarken Gegner, »Haidhausen hat einen guten Kader mit einer sehr guten Offensive.« Dennoch sei es wichtig, dass man sich trotz aller Defensivanstrengungen nicht zu sehr versteckt, sondern auch Nadelstiche nach vorne setzt, so der Spartenboss der »Seerosen«: »Vielleicht gelingt uns ja in München ein Auswärtstor.«

Er sei überzeugt, so Hinterreiter, »dass der Veit die Mannschaft top auf den Gegner einstellt, auch wenn wir nicht allzu viele Infos über Haidhausen haben«. Fakt ist, dass die SpVgg Vizemeister der Münchner Kreisliga III wurde, und zwar mit 19 Punkten Rückstand auf den FC Aschheim. Mit den Gebrüdern Florian (19 Treffer) und Stefan de Prato (18 »Buden«) haben sie den Dritten und Vierten der Liga-Torschützenliste in ihren Reihen. Nur Robert Söltl (FC Aschheim/31) und Julien Santana-Mielke (FC Rot-Weiß Oberföhring/21) haben öfter eingenetzt als das Haidhauser Offensivduo.

In der bisherigen Relegation präsentierte sich die Crew von Spielertrainer Sebastian (»Basti«) Bracher sehr defensivstark: Beim 1:0 gegen den SV Planegg-Krailling blieb die SpVgg ebenso ohne Gegentreffer wie beim jüngsten 2:0 gegen den FC Neuhadern. Beide Partien wollten nur jeweils 300 bis 400 Fans sehen – man sieht also deutlich, dass das Publikumsinteresse im Großraum München nicht mit jenem im Kreis Inn/Salzach mithalten kann. Auch heute, auf dem Trainingsgelände des Drittligisten TSV 1860 München, ist kein Hexenkessel zu erwarten... cs