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Spitzenpartie in Teisendorf als »halbes Freundschaftsspiel«

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Michael Neuhauser (vorne) empfängt mit dem TuS Traunreut bereits heute das Schlusslicht SV Seeon/Seebruck. Phil Parthum will mit dem TSV Waging bei Meister Teisendorf den 2. Tabellenplatz verteidigen. (Foto: Zucker)

Eine Frage ist seit vergangener Woche geklärt: Der TSV Teisendorf steht nach dem eigenen 3:0-Sieg in Prien und dem zeitgleichen 0:2 des TuS Traunreut in Peterskirchen bereits als Meister der Fußball-Kreisliga II fest. Die Elf von Trainer Andi Brandl hat nun vier Runden vor Schluss uneinholbare 14 Punkte Vorsprung vor Rang zwei.


Gemütliches Schaulaufen für den TSV Teisendorf

Den Relegationsplatz nimmt seit vergangenem Wochenende der TSV Waging ein, der dank des 1:0-Heimsiegs gegen Hammerau den TuS Traunreut von dort verdrängt hat. Eigentlich wäre es also das Spitzenspiel, das am morgigen Samstag ab 14 Uhr in Teisendorf über die Bühne geht, wenn der Erste den Zweiten empfängt. Aufgrund der Tabellensituation ist jedoch das Teisendorfer Saisonfinale zu einem gemütlichen Schaulaufen avanciert.

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Aber Brandl lässt verlauten: »Nach der gefeierten Meisterschaft heißt es jetzt, die Saison erfolgreich und anständig zu beenden. Auch wenn wir angeschlagene Spieler jetzt natürlich schonen, wollen wir auch gegen Waging einen Heimsieg holen. Ich hoffe, wir können die Spannung hochhalten. Ich freue mich auf das Duell mit Ali Gezer, der beim ESV einige Jahre selbst mein Coach war.«

Ali Gezer übergibt den Trainerposten in Waging zum Saisonende an Sepp Aschauer und möchte mit seinem Team noch die Relegation zur Bezirksliga erreichen, was heißt: Während es für Teisendorf nur noch Freundschaftsspiele gibt, geht es für den TSV Waging um alles.

So auch für den FC Hammerau, der das richtungsweisende Duell gegen Waging verloren hat – folglich muss die Elf von René Pessler noch punkten, um nicht auf den unteren Relegationsplatz zu rutschen. Und das morgen ab 15 Uhr gegen ein Team, das zuletzt vollends zu überzeugen wusste: Der SB Chiemgau Traunstein II war schon leicht abgeschlagen, holte aber zuletzt Siege gegen Traunreut (3:0) und Riedering (2:1) und darf folglich wieder auf den Klassenerhalt hoffen. Bei einem weiteren Dreier in Hammerau wäre die Landesliga-Reserve drei Runden vor Schluss bis auf drei Zähler am »Club« dran. Die Hammerauer sind also gewarnt.

Das, was der FC Hammerau gern möchte, das hat der BSC Surheim zuletzt geschafft: Durch einen 2:1-Sieg in Altenmarkt entledigte sich die Elf von Trainer Hubert Berger der Abstiegssorgen. Mit zehn Punkten Vorsprung auf den unteren Relegationsplatz brennt nichts mehr an.

Nach dem jüngsten Erfolg könnte der BSC nun sogar oben noch mal eingreifen: Fünf Zähler beträgt der Rückstand auf Waging. Mit einem samstäglichen Heimsieg gegen den Gast aus Kay (Anpfiff 15 Uhr) könnte dieser Abstand vor den letzten drei Spieltagen noch schrumpfen und die Restsaison im Kampf um die Saisonverlängerung Richtung Bezirksliga noch extrem spannend machen. Insgesamnt haben noch fünf Teams realistische Chancen auf Platz zwei.

Dazu gehört auch der TuS Traunreut, der heute um 18 Uhr den SV Seeon/Seebruck begrüßt. Zwei Zähler Rückstand auf Waging sind an vier Spieltagen durchaus wettzumachen. Dazu muss die Adrian-Klein-Elf jedoch den Anti-Lauf stoppen.

»Mit Anstand aus der Kreisliga verabschieden«

Die Gäste, deren Abstieg sich wohl kaum noch abwenden lässt (acht Punkte Rückstand auf die Relegation), kommen mit komplettem Kader nach Traunreut. »Das Spiel wurde wegen einer Hochzeit unsererseits vorverlegt«, erklärte SVS-Pressesprecher Thomas Donhauser, der sich ans Hinspiel erinnert: »Da haben wir saugut gespielt und unglücklich in der 96. Minute durch einen Konter von Ersel Aydinalp 1:2 verloren.« Für die Gäste geht es nach der Niederlage vom Dienstag in Siegsdorf »eigentlich nur noch darum, dass wir uns mit Anstand aus der Kreisliga verabschieden«.

Zwei Teams, die mit jeweils 31 Zählern das Mittelfeld des 14er-Klassements bilden, treffen morgen um 15 Uhr im Inzeller Ludwig-Schwabl-Sportpark aufeinander: Gastgeber SC Inzell und der TuS Prien liegen je sechs Zähler hinter Waging, die theoretische Chance, in die Bezirksliga zu klettern, lebt also noch. Im Hinspiel hatten die Besucher vergeblich auf Treffer gewartet.

Dringend punkten muss der TSV Altenmarkt, der seine Visitenkarte am Samstag um 16 Uhr beim TSV Siegsdorf abgibt. Inwieweit es ein Vorteil für die Gäste sein könnte, dass die Hausherren am Dienstag Kräfte ließen, bleibt abzuwarten. Im Hinspiel (1:1) gab es keinen Sieger.

Von einer Rückkehr in die Bezirksliga träumen darf der Rangdritte TSV Peterskirchen, der am Sonntag um 14 Uhr beim SV Riedering gastiert. Die Kicker vom Simssee sind punktgleich mit Abstiegs-Relegationsplatz-Inhaber Altenmarkt, liegen jedoch hauchdünn über dem Strich.

»Nach der katastrophalen Vorstellung gegen Traunstein II stehen wir gegen Peterskirchen schon etwas unter Zugzwang«, sagt SVR-Trainer Heinz Köstler, der eine klare Forderung an seine Truppe richtet: »Wir müssen wieder punkten, am besten dreifach.«

Da den Riederingern, die im Hinspiel ein 1:1 erreichten, die Konkurrenz im Nacken sitzt, könne man sich nicht darauf verlassen, »dass die hinter uns stehenden Mannschaften ihre Spiele verlieren«, so Köstler. Peterskirchen hat von den vergangenen sechs Partien nur eine verloren, »entsprechend konzentriert werden wir das Ganze angehen müssen. Dass wir dazu in der Lage sein können, haben wir ja gegen Waging, Traunreut und Siegsdorf bewiesen«, meint der Riederinger Chefanweiser. sts/cs