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SG Schönau lässt dem SC Inzell keine Chance

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Inzells Abwehrspieler Florian Rieder (rechts) erkämpfte sich in dieser Szene den Ball vor dem zweifachen Schönauer Torschützen Luca Moric. (Foto: Wegscheider)

Es war noch viel Sand im Getriebe beim Fußball-Kreisligisten SC Inzell. Gelungene Aktionen beim Testspiel gegen den Ligakollegen SG Schönau waren Mangelware. Der Gast zeigte sehr passable Spielzüge und bei etwas mehr Konsequenz im Ausnutzen der Torchancen hätte der 7:1-Sieg der Truppe von Thomas Meissner durchaus noch höher ausfallen können. Bei den Inzellern gibt es hingegen noch viel Arbeit bis zum Re-Start, falls dieser dann auch erfolgen sollte.


Los ging es mit dem Schützenfest bereits in der 1. Minute. Eine gelungene Kombination über Weinbuch, Lochner und Wessels landete bei Luca Moric, und der ließ sich nicht zweimal bitten: 0:1 aus kurzer Distanz. Die SG Schönau blieb am Drücker und in der 10. Minute war es erneut Moric, der einen groben Fehler der Inzeller Abwehr nutzte und allein auf Sebi Schwabl zulief. Zunächst konnte der Inzeller Tormann noch parieren, doch im Nachschuss vollstreckte der junge SG-Stürmer zum 0:2.

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Sehenswert war der dritte Treffer der Gäste. Einen Eckball von Stefan Weinbuch, der oftmals Dreh- und Angelpunkt im Gästespiel war, verwandelte Christian Lindner in der 17. Minute mit der Hacke ins Kreuzeck zum 0:3. Schönaus Torhunger war damit keineswegs gestillt und Sebastian Wessels stellte seine Schnelligkeit unter Beweis. Er setzte sich gegen zwei Inzeller Abwehrspieler durch und ließ auch SC-Schlussmann Schwabl keine Abwehrmöglichkeit – 0:4 (37.). Der Heimmannschaft gelang so gut wie gar nichts. Die Unsicherheit schien groß, gelungene Spielzüge waren nicht vorhanden. Somit blieb es bis zum Halbzeitzeitpfiff des souveränen Schiedsrichters Maxi Baumgartner bei diesem Spielstand.

Inzells Trainer Georg Dumberger brachte zur zweiten Halbzeit drei neue Leute, was jedoch das SC-Spiel nicht sonderlich verändern sollte. Schönau blieb weiter spielbestimmend und hätte in der 49. Minute fast wieder zugeschlagen. Raphael Handke setzte sich auf der rechten Seite durch, bediente in der Mitte den frei stehenden Luca Moric, doch dessen Kopfball aus sieben Metern flog knapp über die Latte. Handke auf der rechten Seite war erneut Ausgangspunkt für die nächste gefährliche Aktion der Gäste. Uneigennützig legte er quer auf den eingewechselten Marius Tugui und der erhöhte auf 0:5 (54.).

Die erste richtig gute Möglichkeit der Heimmannschaft hatte nur zwei Minuten später Lukas Lackner, aber dessen Knaller aus halblinker Position flog knapp am rechten Pfosten vorbei. Und bei einem platzierten Schuss von Emmeran Gehmacher zeigte SGS-Schlussmann Stefan Schach seine nach wie vor vorhandene Klasse.

Weiter ging es mit dem Schönauer Torfestival in der 63. Minute. Wieder war Raphael Handke Vorbereiter über die rechte Seite und Michael Rasp in der Mitte hatte wenig Mühe das 0:6 zu erzielen. Inzell wollte den Ehrentreffer in dieser einseitigen Partie erzielen – und der gelang in der 82. Minute durch einen Alleingang von Fabian Zeidler, der aus 12 Metern unhaltbar für Schach abschloss.

Den Endstand markierte Christian Thurner, der diesmal nicht zwischen den Pfosten stand, sondern sich als Feldspieler beweisen wollte. Einen Schlenzer von Raphael Handke konnte Pirmin Gollinger mit den Fingerspitzen noch an den Pfosten lenken, doch Thurner war zur Stelle und hatte wenig Mühe seinen Treffer zu erzielen.

Alles in allem war das Testspiel ein Beweis der Stärke der SG Schönau. Das Team gehört in dieser Form sicher zu den Aufstiegsaspiranten, sollte der Punktspielbetrieb fortgesetzt werden können. hw