weather-image
20°

SBC Traunstein und SG Schönau holen den Titel

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Andreas Brügmann (hinten von links), Geschäftsführer der Brauerei Wieninger, gratulierte den Siegern mit Fabian Furch, Manuel Müll und Trainer Hubert Heigermoser sowie (vorne von links) Leon Windisch, Sandro Discetti, Vincent Hahn, Mark Kremer, Felix Brandner und Patrick Hacker.
Bildtext einblenden
Turnierorganisator Stefan Fritzenwenger (hinten, Zweiter von rechts) und Andreas Brügmann (hinten von links), Geschäftsführer der Brauerei Wieninger gratulierten der Siegermannschaft mit Trainer Roberto Lo Curto und Vorstand Thomas Janzen sowie (Mitte von links) Dominik Hillebrand, Kapitän Alessandro Lo Curto, Florian Lenz, Florian Stangassinger, Wolfgang Graßl sowie (vorne von links) Richard Hartmann, Theo Tschökel, Christoph Janzen und Felix Berger.

Der SB Chiemgau Traunstein hat seinen Titel bei den B-Junioren (U 17) verteidigt, die SG Schönau ihren Erfolg bei den E-Junioren (U 11) aus dem Jahr 2017 wiederholt: Beide Mannschaften haben sich in der jeweiligen Endrunde der Wieninger-Libella-Hallenturniere für Fußball-Junioren durchgesetzt.


Die Traunsteiner – der SBC war mit dem jüngeren Jahrgang angetreten – setzten sich in Fridolfing zunächst in der Vorrundengruppe B des Finalturniers als Erster durch – punktgleich (7) vor der JFG Hochstaufen. Beide Mannschaften hatten das Halbfinalticket nach zwei Siegen in den ersten beiden Spielen bereits gelöst, bevor sie aufeinandertrafen. Das direkte Duell endete mit einem 2:2-Unentschieden, obwohl die JFG ein Chancenplus verzeichnete. Gleich zweimal scheiterte die Mannschaft dabei am Innenpfosten. Der SB Chiemgau profitierte vom besseren Torverhältnis und belegte so den 1. Platz vor der JFG Hochstaufen.

Anzeige

Auch auf den Plätzen drei und vier gab es einen Punktgleichstand. Hier hatte die SG Laufen/Leobendorf (-3) gegenüber der SG Saaldorf/Surheim (-4) einen kleinen Vorteil beim Torverhältnis, nachdem das direkte Duell ebenfalls mit einem 2:2 geendet war, und kam auf den 3. Platz.

JFG Salzachtal dominiert in der Gruppe A

In der Gruppe A dominierte die JFG Salzachtal mit drei Siegen, überraschend gefolgt von der SG Laufen/Leobendorf II mit 6 Punkten. Die Spielgemeinschaften aus Obing und Otting belegten die Plätze drei und vier, Otting blieb in der Gruppe ohne Punkt und verlor später auch noch das Spiel um Platz sieben gegen die SG Saaldorf/Surheim mit 2:3.

Das erste Halbfinale zwischen JFG Salzachtal und JFG Hochstaufen war lange Zeit ausgeglichen, die Salzachtaler erzielten mit einem platzierten Fernschuss in der 7. Minute das 1:0, verteidigten den Vorsprung diszipliniert und machten 14 Sekunden vor Schluss mit dem 2:0 den Einzug ins Endspiel perfekt.

Das zweite Halbfinale bestritten der SBC Traunstein und die Zweite Mannschaft der SG Laufen/Leobendorf. Nach elf Minuten stand mit einem klaren 4:0-Sieg auch der SBC im Endspiel.

Das hochklassige Finale verlief dramatisch: Nach zwei Minuten der elfminütigen Spielzeit ging Traunstein mit 1:0 in Führung, doch in der 6. Minute glich die JFG Salzachtal aus. Dem Ausgleich ging allerdings ein »klares Foul« voraus, wie Traunsteins Trainer Hubert Heigermoser monierte.

In den letzten zwei Minuten überschlugen sich die Ereignisse dann: Das 2:1 für den SBC war für die Ausrichtermannschaft sehr unglücklich, denn als ein Abwehrspieler für den geschlagenen Torwart auf der Linie klärte, schoss er einem JFG-Mitspieler in den Rücken und von dort sprang der Ball ins eigene Tor. Traunstein erhielt dann auch noch eine Zwei-Minuten-Strafe. 65 Sekunden vor Schluss gelang der JFG noch der 2:2-Ausgleich durch einen Abstauber.

Als das Publikum schon mit einer Entscheidung durch Neunmeterschießen rechnete, verwandelte Traunsteins Fabian Furch 14 Sekunden vor der Schlusssirene einen Freistoß von der Mittellinie direkt zum 3:2-Siegtreffer. »Wir hatten das glücklichere Ende«, erklärte der SBC-Trainer, der sich schon auf ein schweres Duell eingestellt hatte: »Wir wollten Salzachtal nicht im Halbfinale haben.« Für den Sportbund Chiemgau sei der Erfolg und die Titelverteidigung von besonderer Bedeutung: »Für uns ist der Libella-Cup ein sehr wichtiges Turnier, weil wir damit in der Region präsent sind und uns mit Mannschaften aus der Region messen können«, betonte Hubert Heigermoser.

Ein Neunmeterschießen musste im Spiel um Platz fünf die Entscheidung bringen: Zwischen der SG Obing und der SG Laufen stand es nach regulärer Spielzeit 2:2, nach zehn Schützen stand Laufen als Sieger fest.

Glück für den SBC bei der Verlosung

Der SBC Traunstein hatte auch bei der anschließenden Verlosung Glück und gewann einen Libella-Trikotsatz, die Eintrittskarten für das Salzbergwerk Berchtesgaden gingen an die SG Otting/Kammer/Surberg, die als siegloser Turnierletzter somit doch noch Grund zum Jubeln hatte.

Bei den E-Junioren – mit insgesamt 31 Mannschaften der teilnehmerstärkste Jahrgang bei den Wieninger-Libella-Hallenturnieren in diesem Jahr – hatte am Ende die SG Schönau die Nase vorne, die sich in der Gruppe A des Finalturniers in Piding als Erster vor den Gastgebern vom ASV Piding durchsetzte.

Aufgrund des hervorragenden Abschneidens in der Zwischenrunde mit sechs Siegen und 21:2 Toren war der FC Hammerau als Mitfavorit ins Finalturnier gegangen, bestätigte seine Leistung aber nicht und musste sich mit nur einem Punkt mit dem 4. Platz der Gruppe begnügen. Weil der SV Saaldorf am Vortag die Teilnahme am Endturnier wegen einer Grippewelle abgesagt hatte, wurden alle Spiele mit 2:0 für den jeweiligen Gegner gewertet – so landete der FC Hammer- au am Ende auf dem 7. Gesamtrang.

In der Gruppe B gewann der SC Anger alle Spiele und sicherte sich den 1. Platz. Pech hatte der SB Chiemgau Traunstein: Die Mannschaft war am Ende punktgleich (4) mit der SpVgg Pittenhart, der direkte Vergleich endete mit einem 1:1-Unentschieden. Doch für Pittenhart (+1) reichte es aufgrund des besseren Torverhältnisses für Rang zwei vor dem SBC Traunstein (-2), der damit das Halbfinale verpasste und im Spiel um Platz fünf mit 1:2 gegen den TuS Traunreut das Nachsehen hatte.

Das erste Halbfinale zwischen Schönau und Pittenhart war – trotz einer früheren Schönauer 1:0-Führung – lange Zeit ausgeglichen und erst in der Schlussminute legte Schön- au zum 2:0 nach und erreichte das Endspiel.

Im zweiten Halbfinale standen sich im Lokalderby die Mannschaften des ASV Piding und des SC Anger gegenüber. Nach der regulären Spielzeit stand es leistungsgerecht 1:1 und ein Neunmeterschießen musste die Entscheidung bringen. Dabei versagten den vier Schützen des SC Anger die Nerven und der SC blieb ohne Treffer. Weil immerhin zwei Pidinger ihren Neunmeter verwandelten, zogen die Gastgeber ins Finale ein.

Im Endspiel zeigten beide Mannschaften exzellenten Fußball. Nach drei Minuten ging Piding mit 1:0 in Führung, doch schon 30 Sekunden später fiel der Ausgleich. Der ASV legte erneut zum 2:1 vor, doch Schönau glich zweieinhalb Minuten vor Schluss wieder aus. Mit einem klasse herausgespielten Konter gelang der SG Schönau 31 Sekunden vor der Schlusssirene noch der 3:2-Siegtreffer. »Das war ziemlich gut, ich kann die Jungs nur loben«, betonte Schönaus Trainer Roberto Lo Curto. Er habe gewusst, dass die Mannschaft gut ist. »Deshalb habe ich mit einem Platz unter den ersten Drei gerechnet.«

Team des TuS darf ins Salzbergwerk

Den 3. Platz belegte am Ende der SC Anger. Die Entscheidung im Platzierungsspiel fiel im Neunmeterschießen, das Anger mit 6:4 gegen die SpVgg Pittenhart gewann. Nach regulärer Spielzeit hatte es 3:3 gestanden. Anger gewann anschließend auch noch bei der Verlosung einen Libella-Trikotsatz. Die Eintrittskarten für das Salzbergwerk Berchtesgaden erhielt der TuS Traunreut. jom