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SB Chiemgau Traunstein II im Derby beim SV Ruhpolding

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Sie müssen mit ihren Teams jeweils bei abstiegsgefährdeten Gegnern antreten: Finn Gorzel (links) gastiert mit dem SBC Traunstein II beim SV Ruhpolding, der Ottinger Peter Frisch ist mit der DJK in Tittmoning gefordert. (Foto: Wirth)

Zwei Freitagsspiele, ein Verfolgerduell in Tacherting, »Abstiegskampf pur« in Fridolfing und ein Derby zweier gefährdeter Mannschaften in Ruhpolding: Der 19. Spieltag in der Fußball-Kreisklasse 4 bietet viel Abwechslung und attraktive Duelle. Dazu gehört auch das Gastspiel des Spitzenreiters DJK Otting beim TSV Tittmoning.


Eröffnet wird das Geschehen aber beim SV Laufen: Dort gastiert am morgigen Freitag ab 18.30 Uhr der FC Bischofswiesen, der zuletzt beim 3:1-Erfolg über Aufstiegsanwärter SV Linde Tacherting eine reife Leistung geboten hatte. Die Gastgeber (9./18 Punkte) verschafften sich zuletzt mit einem 3:0-Erfolg über den TSV Tittmoning nicht nur Luft im Abstiegskampf – sie schafften es auch, eine ausgeglichene Heimbilanz (3 Siege, 3 Remis, 3 Niederlagen) herzustellen. Nun möchten sie gegen den FC Bischofswiesen die Ausbeute sogar ins Positive drehen.

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Morgen um 19 Uhr empfängt der TSV Tittmoning (12./12) den Spitzenreiter Otting (1./35). Der Tabellenvorletzte hofft im neunten Heimspiel auf den vierten Heimdreier (bisherige Bilanz 3-1-4), auch wenn die Gäste – die das Hinspiel klar mit 5:0 zu ihren Gunsten entschieden hatten – klarer Favorit sind. Doch DJK-Trainer Andreas Horner stellte schon nach dem jüngsten 4:0-Erfolg beim SBC Traunstein II fest, dass sein Team momentan »auf dem Zahnfleisch« daherkomme. So war man in der Großen Kreisstadt in der ersten Halbzeit auch stark in Bedrängnis geraten, erst eine starke zweite Halbzeit hatte den Sieg gerettet. Wegen mehrerer Langzeitverletzter ist die DJK derzeit personell deutlich geschwächt – »und zumindest für das Spiel in Otting kommt von denen voraussichtlich keiner zurück.« Doch Horner setzt darauf, dass es nach der Winterpause wieder besser aussieht, »wir haben in diesem Jahr ja nur noch zwei Spiele in der Liga«, weiß er.

Das Samstags-Programm eröffnet der TSV Heiligkreuz (7./20): Um 14 Uhr beginnt die Partie gegen den Tabellennachbarn SV Oberteisendorf (6./21). Der Aufsteiger hat auf eigenem Platz (4-1-3) eine ordentliche Bilanz, doch auch der SVO (3-0-5) ist auswärts nicht zu unterschätzen. Da beide Teams derzeit im gesicherten Bereich stehen, könnte ein Resultat wie im Hinspiel (2:2) wohl beiden helfen.

»Abstiegskampf pur« dagegen wird am Samstag (15 Uhr) in Fridolfing geboten. Der heimische TSV (13./11) könnte mit einem Sieg über den TSV Bad Reichenhall (10./16) bis auf zwei Zähler an den Gast heranrücken. Selbstvertrauen getankt haben die Fridolfinger zuletzt durch das 2:2-Unentschieden bei Aufstiegsanwärter Anger. Dennoch waren Trainer Bernhard Zeif und seine Schützlinge nach dem Schlusspfiff nicht zufrieden: Erst in der Nachspielzeit kassierten sie den Ausgleichstreffer und verfehlten hauchdünn den dritten Saisonsieg. Dieser soll nun gegen die Kurstädter nachgeholt werden – zumal aus dem Hinspiel (0:1) noch eine Rechnung offen ist.

Ein richtiges Spitzenspiel hat der SVL Tacherting (4./29) am Samstag (15.30 Uhr) vor sich: Die Schützlinge von Christian Fleißner haben den SC Anger (3./31) zu Gast. Sie könnten mit einem Sieg nicht nur den SCA überflügeln, sondern auch nach Punkten mit dem – diesmal spielfreien – Tabellenzweiten SC Vachendorf (32) gleichziehen.

»Anger ist ein extrem starker Gegner, mit starken Einzelspielern wie Michael Mayer (8 Saisontore, d. Red.), Stefan Plößl (10) und Andras Nitzinger (8) – aber sie sind auch eine gewachsene Mannschaft«, lobt Fleißner. Doch selbst brauche man sich auch nicht zu verstecken.

Die Heimbilanz ist nicht nur in dieser Saison hervorragend – sechs der sieben Partien wurden sogar gewonnen, hinzu kam ein Remis – sondern die Stärke auf eigenem Platz ist überhaupt ein Trumpf: »Wir haben jetzt seit gut zwei Jahren kein einziges Punktspiel mehr auf eigenem Platz verloren.« Das soll auch gegen den SCA so bleiben, zumal Fleißner wohl praktisch der komplette Kader zur Verfügung steht. »Wir haben zwar einige leicht angeschlagene Spieler, aber am Samstag müsste es bei denen auch wieder gehen«, zeigt er sich zuversichtlich.

Grundsätzliches Ziel ist es natürlich, vorne dabei zu bleiben. »Wir waren nach dem Re-Start Dritter, da ist das als Ziel natürlich klar. Der Aufstieg ist zwar keine Pflicht, weil das eine ganz enge Sache wird. Aber man muss ja auch nicht zu sehr tiefstapeln ...« Im Saisonfinale im Mai 2021 stehen dann übrigens noch die Auswärtspartien bei den direkten Kontrahenten Otting (24. Spieltag) und SC Vachendorf (letzter Spieltag) auf dem Programm.

Erster Einsatz, erster Sieg: Das ist die Bilanz des neuen Trainers Thomas Plenk beim SV Ruhpolding (11./14), der zuletzt allerdings spielfrei war. Gegen den SB Chiemgau Traunstein II (8./18) wollen die SVR-Fußballer nun nachlegen, um sich in der Tabelle weiter zu verbessern. Im erst vierten Heimspiel der Saison soll der dritte Heimdreier her, auch das Hinspiel wurde mit 3:2 gewonnen. Aber Vorsicht: Die starke Leistung des SBC II in der ersten Halbzeit gegen Otting sollte Mahnung genug sein ... who