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Rainer Hörgl wird wieder Abteilungsleiter

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Vorstand Prof. Dr. Engelbert Thaler (von links) mit der neuen Abteilungsleitung der SBC-Fußballer: Jochen Schmid (3. Abteilungsleiter), Rainer Hörgl (Abteilungsleiter) und Michael Wirth (2. Abteilungsleiter). (Foto: Huber)

Die Fußballer des Sportbunds Chiemgau Traunstein haben bei den Neuwahlen im Rahmen der Jahreshauptversammlung die Weichen für die Zukunft gestellt. So wurde Rainer Hörgl mehrheitlich bei zwei Enthaltungen zum Abteilungsleiter gewählt. Er ist damit Nachfolger von Ludwig Trifellner. Hörgls Stellvertreter sind Michael Wirth und Jochen Schmid, ihre Wahl erfolgte einstimmig. Zudem bleibt Karl Strohmayer Schriftführer, Schatzmeister bleibt Georg Hofstetter und als Jugendleiter fungiert weiterhin Heiko Herzog.


In seiner Antrittsrede betonte Hörgl, dass es für ihn nach seinem Rücktritt im November 2015 nun darum geht, den SB Chiemgau sportlich weiter voranzubringen. Der ehemalige Trainer des Grazer AK und FC Augsburg hatte damals sein Amt aus beruflichen Gründen niedergelegt. »Mittlerweile hat sich bei mir einiges geändert und so bin ich gerne dem Ruf des SBC gefolgt und habe das Amt übernommen«, erklärte Hörgl.

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Größter Erfolg und schmerzlicher Abstieg

In seiner Begrüßung blickte SBC-Vorstandsvorsitzender Professor Dr. Engelbert Thaler auf das abgelaufene Jahr zurück. Den Aufstieg der Fußballer in die Bayernliga bezeichnete er als den größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Der Abstieg nach einem Jahr sei schmerzlich, so Thaler. Immerhin konnte sich der SB Chiemgau über die Meisterschaft der Zweiten Mannschaft in der Kreisklasse IV und den Titelgewinn der Dritten Mannschaft in der C-Klasse freuen.

Die U 17 eroberte den 1. Tabellenplatz und gewann in der Kreisliga alle ihre 18 Partien. Kurz vor dem Titelgewinn in ihren Klassen stehen die U 15 und U 13. Laut Thaler entwickelt sich das Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) weiter positiv. Die Evaluierung durch den Bayerischen Fußball-Verband bestätigt nach Aussage des Vorsitzenden das hohe Niveau. Besonders stolz berichtete Thaler von der Veranstaltung mit Biathlon-Bundestrainer Andi Stitzl im Sportlerbräu und der Spendenaktion zugunsten des verunglückten Skifahrers Nikolai Sommer. Das Bayernliga-Spiel des SB Chiemgau gegen den SV Kirchanschöring stand im Zeichen des querschnittsgelähmten jungen Sportlers und erbrachte 3222 Euro.

Sportvorstand Stefan Hafner zeigte sich in seinem Bericht enttäuscht über den Abstieg der Ersten Mannschaft aus der Bayernliga. »Unser Weg war mit vielen kleinen Hindernissen gespickt«, so Hafner. »Nach dem überraschenden Aufstieg sind wir etwas naiv vorgegangen. In der Rückrunde haben wir aber bewiesen, dass wir ligatauglich waren«, bemerkte der ehemalige Juniorennationalspieler. »Wir werden uns neue Ziele setzen, der Anteil an Spielern aus dem Nachwuchsleistungszentrum soll in einigen Jahren bei uns sehr hoch sein.«

NLZ-Leiter Ludwig Trifellner sprach zunächst von einem ereignisreichen Jahr. »Die Unruhe im Verein hat sich wohl auch auf die Spieler ausgewirkt«, meinte der ehemalige Fußballchef, der bis Februar die Abteilung geleitet hatte. Er sprach aber auch von einer starken Rückrunde. Derzeit sind im NLZ über 300 Spieler in 13 Mannschaften aktiv, mehr als 30 Trainer kümmern sich um den Nachwuchs.

Trainingsaufwand macht sich bezahlt

Die U 19 ist knapp am Aufstieg gescheitert. Die U 13 schnupperte bei einem Turnier in Mailand sogar internationale Luft. »Auf alle Fälle macht sich auch im Nachwuchs der große Trainingsaufwand bezahlt«, betonte Ludwig Trifellner. Bis zu viermal die Woche wird trainiert.

Bis zu viermal im Monat trainieren die Alten Herren, berichtete deren Verantwortlicher, Peter Angerer. Rund 25 Spieler umfasst der Kader, das Durchschnittsalter ist mit 45 Jahren relativ hoch.

Eine Abstimmung gab es bei der Versammlung zum Thema »Änderung der Abteilungsordnung«. Notwendig wurde auch die Einführung eines Spartenbeitrags zusätzlich zum Vereinsbeitrag. 48 Euro müssen die aktiven Mitglieder der Fußballabteilung mehr berappen. Diese Maßnahme wurde mehrheitlich angenommen. Engelbert Thaler ehrte noch eine Reihe von Mitgliedern für ihre 25- und 40-jährige Vereinszugehörigkeit. SHu