Mölders lässt Dampf ab: Niederlage nach »Angsthasenfußball«

Die »Löwen« wollten eine Aufholjagd in der 3. Liga starten. In Osnabrück aber gibt es gleich den nächsten Rückschlag. Trainer Köllner rätselt über den Bruch im Spiel nach dem Tor von Lex.


Osnabrück (dpa/lby) - Sascha Mölders ließ ordentlich Dampf ab - nach dem Schlusspfiff. Die geplante Aufholjgd des TSV 1860 München in der 3. Fußball-Liga wurde vom Tabellenzweiten VfL Osnabrück gestoppt, bevor sie überhaupt Fahrt aufnehmen konnte. Mit 1:3 (1:1) verloren die »Löwen« am Samstag im Stadion an der Bremer Brücke.

»Wir haben keine Zweikämpfe angenommen. Wir haben keine Zweikämpfe geführt, dann kannst du hier nichts holen. Jeder, der hier schon mal gespielt hat, weiß das«, schimpfte Kapitän Mölders im TV-Interview: »In der zweiten Halbzeit war das einfach Angsthasenfußball von uns.«

Anwehrspieler Yannick Deichmann war direkt nach dem Abpfiff nahezu sprachlos: »Das muss man erstmal sacken lassen.« Der formstarke Stefan Lex brachte die auswärts weiterhin sieglosen »Löwen« vor mehr als 11.000 Zuschauern in Führung (24. Minute). Nach einem Angriff über die rechte Seite schloss der Offensivspieler im Strafraum entschlossen ab. Danach aber gab es einen Bruch im Spiel.

»So etwas habe ich bei Sechzig noch nicht erlebt«, kommentierte Trainer Michael Köllner: »Wir haben 30 Minuten ein sehr, sehr gutes Auswärtsspiel gemacht, verdient 1:0 geführt und alles getan, damit wir hier etwas mitnehmen. Nach einer halben Stunde haben wir dann das Spiel weggegeben«, sagte der 51-Jährige verärgert.

Osnabrücks Matchwinner war Ba-Muaka Simakala, der mit Fuß (39.) und Kopf (48.) die Partie drehte. Ein energisches Aufbäumen der Gäste fiel aus. Felix Higl erhöhte für Osnabrück sogar noch (85.).

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