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Mainz 05 will Negativserie in Augsburg stoppen

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Jan-Moritz Lichte
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Der Mainzer Trainer Jan-Moritz Lichte. Foto: Torsten Silz/dpa/Archivbild Foto: dpa

Der FSV Mainz 05 hat einen Fehlstart in die Saison 2020/21 erwischt. Nach fünf Spielen ohne Punkt soll in Augsburg die sportliche Trendwende eingeleitet werden.


Mainz (dpa/lrs) - Finanziell steht der FSV Mainz 05 mit einem Minus von 2,2 Millionen Euro aus der zurückliegenden Saison nicht rosig, aber immer noch besser als viele andere Bundesligavereine dar. Sportlich lässt sich das derzeit nicht behaupten. Fünf Spieltage, null Punkte lautet die ernüchternde Zwischenbilanz vor dem Gastspiel beim FC Augsburg an diesem Samstag (15.30 Uhr). Höchste Zeit also, die Negativserie endlich zu beenden. »Momentan habe ich das Gefühl, dass die Spieler daran glauben, dass es klappt«, sagte Trainer Jan-Moritz Lichte am Donnerstag.

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Ein weiterer Misserfolg würde die Moral der Rheinhessen nach den jüngsten Leistungssteigerungen gegen Leverkusen (0:1) und Mönchengladbach (2:3) wieder schwächen. Dennoch betonte Lichte: »Die Spieler wissen, dass wir weiterarbeiten müssen, damit wir uns irgendwann belohnen.«

Um die Wahrscheinlichkeit dafür zu erhöhen, hat Lichte in dieser Trainingswoche ein besonderes Augenmerk auf defensive Standardsituationen gelegt - die nämlich brachten die 05er zuletzt um den möglichen Lohn ihrer Arbeit. Diese Schwäche müsse man intensiver angehen als dies in der Vergangenheit geschehen sei, so Lichte.

Die Hoffnung auf eine Trendwende schöpfen die Mainzer nicht nur aus dem beflügelnden Konkurrenzkampf im Kader, sondern auch aus der Tatsache, dass Jean-Philippe Mateta sich seiner Form aus der vorvergangenen Saison annähert. Gegen Gladbach bot der Franzose nicht nur wegen seiner beiden Tore eine starke Leistung. Auf der Vereinsseite kündigte er jetzt einen Auswärtssieg und den Klassenverbleib an.

Dass der Stürmer dazu einen wesentlichen Teil beitragen kann, davon ist auch sein Trainer überzeugt. »Jean-Philippe hat ein großes Repertoire, er hat ein gutes Gefühl für tiefe Laufwege, hat sich aber auch mit dem Rücken zum Tor und bei Kopfballverlängerungen verbessert«, sagte Lichte. »Das sind alles Kleinigkeiten, mit denen er Schritt für Schritt ein kompletter Stürmer werden kann.«

Gleichzeitig sei Mateta ein mannschaftsdienlicher Spieler. »Wenn er seine Abschlussmöglichkeiten hat, nutzt er sie, aber er sucht sie nicht krampfhaft.« Die 05-Verantwortlichen hoffen, dass der Doppelpack gegen Gladbach den Torjäger auch seiner alten Lockerheit näherbringt, die er in der vorigen Saison nach langer Verletzungspause und einer für ihn persönlich wenig erquicklichen Rückrunde verloren hatte.

Dass die Mainzer im November auf die Unterstützung ihrer Fans verzichten müssen, bezeichnete Sportvorstand Rouven Schröder als »bitter«. Auf den Etat wirke sich die von der Politik verfügte Einschränkung nicht aus. »Wir haben konservativ und bis Jahresende ohne Zuschauereinnahmen geplant«, sagte Schröder. »Von daher ist das jetzt kein Thema.«

Kader FSV Mainz 05