Liga-Debüt für Matthias Öttl: SC Inzell empfängt den SV Kay

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Matthias Öttl will mit dem SC Inzell gut in die Punkterunde starten: Der Spielertrainer trifft mit seiner Mannschaft zum Auftakt der Kreisliga 2 auf den SV Kay. (Foto: Öttl)

Die neue Saison der Fußball-Kreisliga 2 startet am heutigen Freitag mit drei Partien, am morgigen Samstag stehen dann ebenfalls drei Begegnungen im Plan. Abgeschlossen wird die 1. Runde mit dem Sonntags-Heimauftritt des TuS Traunreut gegen den FC Hammerau. Spielfrei ist zum Auftakt der FC Töging II, und bereits am Dienstag geht’s mit einer vorgezogenen Partie zwischen dem BSC Surheim und der SG Tüßling/Teising weiter.


Der erste Anpfiff ertönt heute um 19 Uhr in Perach, wo die gastgebende SG Perach/Winhöring im Altöttinger Landkreis-Derby mit Tüßling/Teising gleich eine harte Nuss zu knacken hat. Um 19.30 Uhr erfolgt der Anstoß im Peterskirchner Mörntal-Stadion, wo der TSV Reischach seine Visitenkarte abgibt – ein früherer Bezirksligist trifft also auf einen ehemaligen Bezirksoberligisten. In der Corona-Saison haben die Reischacher zweimal gegen die Winklmaier-Truppe gewonnen (1:0 und 3:1).

Doch heute scheint die Hürde hoch, nachdem das Trainerduo Florian Scholz/Harry Gross auf vier Stammkräfte verzichten muss. Daniel Adam ist beruflich verhindert, Bastian Berger nach Verletzungspause erst ins Training eingestiegen. Stefan Hametner plagen muskuläre Probleme und Julian Kneissl hat sich einen Mittelfußbruch zugezogen. »Das ist bitter«, sagt Reischachs Sportlicher Leiter Willi Gross.

Bei den Hausherren sind bis auf Ben Randlinger (Außenbandriss), der wohl bald wieder ins Training einsteigen wird, alle Mann an Bord. »Alex Rohde hat noch etwas Trainingsrückstand – er sitzt aber auf der Bank«, sagt Peterskirchen-Coach Daniel Winklmaier, der durchaus »gesunden Respekt« vor der Holzland-Crew hat. Er betont jedoch auch: »Wir sind sehr gut drauf. Die Vorbereitung war gut, die Jungs haben viel Selbstvertrauen. Wir wollen unbedingt gewinnen.«

Im letzten Freitagsmatch begrüßt der SC Inzell um 20 Uhr den SV Kay im Eissport-Mekka. Bei den Hausherren steht natürlich die Punktspiel-Premiere des neuen Spielertrainers Matthias Öttl im Brennpunkt, der seine höherklassige Erfahrung einbringen möchte. Die Generalprobe gelang den SC-Kickern mit einem 3:0 gegen den eine Klasse tiefer angesiedelten SV Laufen, wobei man im Inzeller Lager dieses Resultat keineswegs überbewerten will.

»Die Stimmung ist positiv, fast schon euphorisch«

»Das war eine ansprechende Leistung«, urteilt Florian Schörgnhofer, Sportlicher Leiter des SV Kay, nach dem 4:0-Erfolg im letzten Test beim Bezirksliga-Absteiger VfL Waldkraiburg. »Die Stimmung ist positiv, fast schon euphorisch«, ergänzt er, »und wir wollen natürlich aus Inzell das Maximum, also drei Punkte mitnehmen, auch wenn wir vor einigen guten Einzelspielern wie dem Hochkaräter Fabian Zeidler schon Respekt haben.«

Der Kayer Trainer Waldemar Beitow hat laut Schörgnhofer die Qual der Wahl bei der Aufstellung. »Wir fahren mit voller Kapelle nach Inzell, es wird einige harte Entscheidungen geben«, so der Gäste-Funktionär.

Der BSC Surheim startet morgen um 14 Uhr mit dem Gastspiel beim SV Mehring. Nick Brandstätter, der neue Coach, der Hausherren, kennt eigenen Angaben zu Folge die Liga noch nicht. Das gilt auch für Auftaktgegner Surheim. »Aber das ist nicht entscheidend. Wir wollen uns nicht nach Surheim richten. Im Gegenteil: Wir wollen dem Gegner unser Spiel aufdrängen.«

Das werden die Surheimer natürlich verhindern wollen, auch wenn dies auswärts wohl nicht ganz einfach werden dürfte. Nachdem die Vorsaison eher durchwachsen verlief und der Blick der Mannschaft um Trainer Hubert Berger teils nach unten gerichtet war, soll nun mit dem Neustart auch wieder oben mitgespielt werden. Zumindest das obere Tabellendrittel wurde als Ziel ausgegeben. Soll dies klappen, muss sich vor allem die BSC-Abwehr deutlich steigern: 51 Gegentore waren zu viel – nur Schlusslicht Piding hatte mehr kassiert. Allein fünf Gegentreffer mussten die Surheimer beim 0:5 in Mehring Ende Oktober 2019 hinnehmen – das Rückspiel fand nicht mehr statt.

Spiel eins nach dem Bezirksliga-Abstieg führt den TSV Teisendorf morgen um 15 Uhr zur SG Schönau – sicher gleich ein sehr attraktives Berchtesgadener Landkreis-Derby. Im renovierten Alpenstadion treffen zwei Ex-Bezirksligisten aufeinander, die womöglich sogar in dieser Klasse aufeinandertreffen hätten können, wären da nicht der Saisonabbruch und die Quotientenregel gewesen. Die Königsseer lagen zum Zeitpunkt des Abbruchs aussichtsreich im Rennen um die Plätze eins und zwei, die Teisendorfer hätten zumindest den Relegationsplatz oder gar den direkten Klassenerhalt in Liga 7 schaffen können.

»Ich habe größten Respekt vor der SG. Was in diesem Verein gearbeitet und geleistet wird, ist stark, man gehört eigentlich in die Bezirksliga«, urteilte der Teisendorfer Torhüter Patrick Brunold über den morgigen Gegner. Das letzte Aufeinandertreffen der beiden Kontrahenten entschied Schönau 3:1 für sich. Allerdings trat Teisendorf damals mit einem Not-Team an. »Wir haben mit Teisendorf, Kay und Hammerau gleich drei Hammerspiele zum Saisonstart. Wenn wir in diesen Partien bestehen, traue ich meiner Mannschaft viel zu«, erklärte SG-Trainer Thomas Meissner.

Auf einen Heimstart dürfen sich auch die Anhänger des Neulings SC Anger freuen, denn am morgigen Samstag um 16 Uhr gastiert der TSV Waging bei der Elf von Christian Berger. Die Angerer hatten sich in der Vorsaison stark präsentiert – die meisten Tore (54) und nur zwei Niederlagen in der Kreisklasse 4 – und so war die Meisterschaft mehr als verdient, auch wenn am Ende die Quotientenregel den Ausschlag gab.

Die Waginger ihrerseits waren Mittelmaß. Platz sieben, acht Siege, sieben Niederlagen, 34:28 Tore – alles sehr ausgeglichen. Gerade daher könnten Sepp Aschauers »Seerosen« ein guter Gradmesser für den Aufsteiger sein. Der Waginger Coach spricht daher auch von einem »schwierigen Auftakt«. Entscheidend werde sein, dass seine Mannschaft den Kampf annehme und eine deutliche Leistungssteigerung zu den Vorbereitungsspielen zeige.

Michael Auer, Andreas Kamml, Benedikt Bauer und Tim Obermaier fehlten zuletzt beim TSV angeschlagen. Ob diese Spieler fit werden, stellt sich erst im Abschlusstraining raus. Sicher fehlen wird Stefan Mühlbacher (Urlaub) und Christoph Wastlhuber (Impfung).

»Es geht jetzt vor allem darum, das erste Spiel positiv zu gestalten – und das nicht nur vom Ergebnis her. Das ist eher zweitrangig«, sagt SC-Trainer Christian Berger vor der Auftaktpartie, aber natürlich soll das Resultat auch stimmen. »Ein Unentschieden im ersten Spiel daheim ist schon das Minimalziel.«

Allerdings ist es um die Personaldecke beim Aufsteiger derzeit nicht optimal bestellt. »Es schaut nicht so gut aus, wir haben viele Verletzte. Daher ist auch unsere Erwartungshaltung nicht groß«, räumt der Coach ein. Zum Gegner sagt Berger: »Die Waginger haben eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern und einen sehr guten Trainer.«

Punktspiel-Comebackvon Trainer Tom Stutz

Das Punktspiel-Comeback von Trainer Tom Stutz steht am Sonntag (15 Uhr) beim TuS Traunreut an, wenn der FC Hammerau zum Abschluss der Auftaktrunde im Sportpark vorstellig wird. Ein neuer Trainer steht auch beim »Club« an der Seitenlinie. Michael Hasslach will mit seiner gut verstärkten Truppe – immerhin vier Mann sind von Bezirksligist ESV Freilassing gekommen – einen guten Start hinl egen.

Natürlich wünscht sich auch Stutz einen Sieg. Der TuS-Rückkehrer – der seit Winter da ist, aber bislang noch kein Punktspiel erlebt hat – hätte auch nichts dagegen, wenn es seine Jungs ähnlich beruhigend gestalten könnten wie in der Generalprobe beim 3:1 gegen den TV Obing (Kreisklasse). Da führten Ersel Aydinalp und Co. nach einer knappen halben Stunde schon mit 3:0, ehe sie das Ergebnis mehr oder weniger verwalten konnten. Angenehm für einen Trainer... pk/cs/pcw