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Kirchanschöring unterliegt beim Spitzenreiter

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Nicht immer gelang Kirchanschörings Albert Eder (von links) und Torwart Dominic Zmugg die Abwehr gegen Orhan Akkurt so gut wie hier: Akkurt traf doppelt für die Gastgeber. (Foto: Butzhammer)

Nach neun Spielen ohne Niederlage gab es für den SV Kirchanschöring am Sonntag gegen den Bayernliga-Primus SV Türkgücü-Ataspor München nichts zu holen. Die Gastgeber, die ihre Heimspiele auf der Sportanlage des SV Heimstetten ausrichten, da in der Landeshauptstadt München keine bayernligataugliche Anlage mit Rundumbande zur Verfügung steht, bezwang die Gelb-Schwarzen mit 3:0 (2:0).


Während die Elf von SVK-Trainer Michael Kostner zu Beginn mit Tobias Schild (2. Minute) durchaus Akzente setzen wollte, klingelte es bei der ersten Chance schon im SVK-Kasten: Nach einem Fehler im Spielaufbau hatte der im Winter vom SV Heimstetten aussortierte Orhan Akkurt den richtigen Riecher, lief in den Ball und vollstreckte frei vor Dominic Zmugg mit einem Schuss an den linken Innenpfosten zum 1:0 (6.).

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Ataspor schien dies in die Karten zu spielen, nur drei Minuten später musste Zmugg, der diesmal den Vorzug vor Stefan Schönberger im SVK-Kasten erhalten hatte, das Leder erneut um den rechten Pfosten lenken. Überhaupt begann die Offensive der Münchner nun zu wirbeln, Masaaki Takahara schlug da einen Haken zuviel (12.), der Nachschuss von Akkurt wurde gerade noch geblockt. Pablo Pigl schickte Ünal Tosun über rechts in die Gasse, doch Dominic Zmugg war glänzend mit beiden Füßen zur Stelle (21.).

Danach versuchte Kostner augenscheinlich, das System zu ändern – der SVK versuchte, wieder gefährlicher zu werden. Doch außer bei zwei Abseitspfiffen nach einem Angriff über links durch Tobias Schild und Manuel Jung (35.) und einen Freistoß von rechts durch Yasin Gürcan (42.) sprang nichts für die Gäste heraus.

Im Gegenteil: Als der SVK einen Elfmeter forderte – Manuel Omelanowsky war im Strafraum rechts zu Fall gekommen – nutzten dies die Münchner eiskalt aus, fuhren mit einem weiten Ball einen Konter, der bei Akkurt landete und dieser schob am herauseilenden Zmugg vorbei die Kugel zum 2:0 in die Maschen (45.). Zwar hatte auch SVK-Trainer Michael Kostner einen »klaren Elfmeter« gesehen, trotzdem betonte er: »Beide Tore waren Fehler von uns.«

Kurz nach dem Wechsel kam es noch dicker: Nach einem Eckball von Takahara köpfte Christoph Rech links zum 3:0 (47.) für Türkgücü-Ataspor ein. Kurz darauf war es erneut Akkurt, der von rechts knapp am linken Pfosten vorbeischoss (48.).

Der SVK versuchte es mit einem Freistoß von links durch Gürcan (53.), der aber für den Ex-Traunsteiner im Kasten von Türgücü, Issa Ndiaye, kein Problem darstellte. Ein Freistoß von links durch Takahara hätte das 4:0 sein können (60.), segelte aber knapp am linken Pfosten des SVK-Gehäuses vorbei. Kirchanschöring bemühte sich weiterhin, die Möglichkeiten hatte trotzdem der Tabellenführer. So lenkte Zmugg einen Freistoß von Takahara noch über die Latte (76.). Die nächste Gelegenheit hatte der eingewechselte Giovanni Goia, der allerdings frei vor dem Kasten die Kugel links am Pfosten vorbeischob. So blieb es am Ende beim 3:0 für die Gastgeber.

»Mit dem 3:0 war es einfach vorbei«, stellte Michael Kostner nach dem Spiel fest. Trotzdem habe seine Mannschaft »ordentlich mitgespielt, das fand ich nicht schlecht«. Der SVK-Trainer lobte zudem, dass sein Team nicht aufgab: »Wir haben uns gewehrt, noch die eine oder andere Aktion gefahren und uns nicht abschlachten lassen.«

SV Türkgücü-Ataspor München: Ndiaye, Rech, Dora, Tosun, Akkurt (80. Faye), Takahara, Odak, Thee, Leutenecker, Neumann (46. Mitterhuber), Pigl (67. Goia).

SV Kirchanschöring: Zmugg, Janietz, Eder, Peter (26. Muteba), Deiter, Pöllner, Omelanowsky, Gürcan, Urban (65. Köck), Schild, Jung (78. Jäger).

Tore: 1:0 Akkurt (8.), 2:0 Akkurt (45.+2), 3:0 Rech (48.).

Schiedsrichter: Florian Wildegger (FSV Wehringen).

Zuschauer: 200. mw