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Der Siegsdorfer Michael Dinauer (links, hier im Duell mit dem Rosenheimer Dominik Reichmacher) kehrte mit seiner Mannschaft vom Auswärtsspiel in Moosinning mit leeren Händen heim. (Foto: Weitz)

Keine Punkte im Gepäck

Ein Unentschieden, zwei Niederlagen: So lautet die Bilanz des TSV Siegsdorf nach Abschluss der ersten Englischen Woche in dieser Saison in der Fußball-Bezirksliga Ost: Nach dem 1:2 in Saaldorf, dem verrückten 4:4 gegen den SB DJK Rosenheim gab es nun ein bitteres 2:3 beim FC Moosinning für die Truppe von Cheftrainer Franz Gruber.


»Wir kassieren aktuell einfach zu viele Gegentore«, monierte der Siegsdorfer Coach nach der Partie. Dennoch ist er mit dem Saisonauftakt seiner Elf, die ja zum Start mit 2:1 gegen Waldperlach gewonnen hat, nicht ganz unzufrieden. »Wir haben jetzt vier Punkte aus vier Spielen, das ist jetzt kein so schlechter Start«, betonte er. »Natürlich könnte es besser sein, aber das Wichtigste ist, dass wir jetzt nicht nervös werden.«

Die Gastgeber traten von Beginn an forsch auf und präsentierten sich ballsicher. Thomas Auerweck (2. und 7.) sowie Stefan Haas (15.) sorgten in den Anfangsminuten gleich mal für Gefahr, doch der Ball fand den Weg ins Siegsdorfer Tor noch nicht – Glück für die Gäste! Nach 20 Minuten musste TSV-Tormann Florian Oberhauser, der den gesperrten Fabian König vertrat, aber das erste Mal hinter sich greifen, als Georg Ball das Leder nach einer Ecke in den Maschen versenkte (20.).

Die Gäste brauchten bis zur 35. Minute, ehe sie das erste Mal so richtig gefährlich vor dem FC-Kasten aufkreuzten. Der spielende Co-Trainer Stefan Mauerkirchner hatte den Ausgleich auf dem Fuß. Er visierte aber nur die Latte an. Eine Minute später war der Siegsdorfer Stürmer erneut zur Stelle, aber er schoss die Kugel nach einer kurz ausgeführten Ecke neben den Kasten.

Noch vor der Pause bauten die Gastgeber ihre Führung aus. Auerweck sorgte in der Nachspielzeit der ersten 45 Minuten für die beruhigende 2:0-Pausenführung. Dieses Gegentor ärgerte Gruber besonders, denn es entstand aus einem Ballverlust der Siegsdorfer an der Mittellinie. »Das 2:0 war meiner Meinung nach auch der Knackpunkt im Spiel, der Gegentreffer so kurz vor der Pause hat uns schon wehgetan«, analysierte der Trainer, der aber auch klipp und klar sagte: »Der Gegner war in der ersten Halbzeit deutlich besser. Wir sind meistens nur hinterhergelaufen.«

Nach dem Wechsel blieb die Heimelf am Drücker – und wurde dafür belohnt: Luis Haumann bugsierte die Kugel in der 64. Minute erneut nach einer Ecke zum 3:0 über die Linie. Die Gäste gaben sich trotz des deutlichen Rückstands aber nicht auf – und konnten vier Minuten später das erste Mal in dieser Partie selber jubeln. Felix Maaßen verwandelte einen Elfmeter sicher.

Und die Siegsdorfer blieben dran. Der Moosinninger Dennis Stauf kassierte in der 71. Minute eine Zeitstrafe und die Gäste nutzten das Überzahlspiel aus: Maximilian Attenberger verkürzte auf 2:3 (76.).

In der 80. Minute fiel dann der vermeintliche Ausgleich. Stefan Mauerkirchner köpfte das 3:3. Doch Schiedsrichter Felix Zimmermann (FFC Wacker München) verweigerte dem Treffer die Anerkennung, weil Mauerkirchner wohl im Abseits stand. »Das war eine knappe Entscheidung«, kommentierte Gruber die Szene. Seine Elf drückte zwar bis zum Schluss weiter, »aber wir hatten keine großen Chancen mehr zu verzeichnen«, sagte der Coach. So blieb es beim 3:2-Sieg für den FC Moosinning, der damit seinen ersten Saisonsieg feiern durfte.

SB