Bildtext einblenden
Der TSV Teisendorf um Torjäger Daniel Stippel (links, hier im Duell mit dem Schönauer Michael Hirtl-Stanggaßinger) will in der Fußball-Kreisliga 1 am morgigen Samstag auch die Auswärtshürde beim Aufsteiger SV Schloßberg-Stephanskirchen nehmen. (Foto: Butzhammer)

»In der Kreisklasse waren es immer enge Spiele«

Spieltag 9 in der Fußball-Kreisliga 1 steht in den Startlöchern. Diesen läuten zwei Begegnungen bereits am heutigen Freitagabend ein. In Hammerau kommt’s zum richtungsweisenden Kellerduell zwischen dem »Club« und dem TuS Bad Aibling (19 Uhr). Nach zuletzt zwei Niederlagen in Serie ist die gastgebende René-Pessler-Elf etwas abgerutscht und von ihren hochgesteckten Zielen weit entfernt. Wie die Aiblinger ist der FC Hammerau nur einen Zähler vom Tabellenende entfernt. Beide Teams stehen gewaltig unter Druck.

Die personelle Situation im »Club«-Lager ist weiterhin angespannt. Nachdem zuletzt neben den Langzeitausfällen auch Noah Wiesbacher und Michael Reischl pausieren mussten, verletzte sich bei der jüngsten 1:2-Pleite in Surheim auch Torwart Markus Hirmke. Dennoch sollte es gegen den direkten Konkurrenten unbedingt zu drei Punkten reichen, da die Aufgaben in den kommenden Wochen keineswegs leichter werden.

Ebenfalls am Freitag (19 Uhr) geht das Duell im Tabellenmittelfeld zwischen den punktgleichen Teams SV Westerndorf (8./11) und ASV Großholzhausen (7./11) über die Bühne. Während »Holzhausen« zuletzt spielfrei hatte, meldete sich die Truppe von Franz Pritzl an dessen alter Wirkungsstätte in Bad Aibling (2:1) mit dem zweiten Dreier in Folge zurück. Klappt’s gegen die Elf von Franz Riepertinger mit Sieg Nummer drei?

Spitzenreiter TSV Teisendorf hat im Topspiel gegen Schönau (2:1) Big Points eingefahren und den Vorsprung auf Rang 2 auf drei Zähler ausgebaut. Nun wartet mit Aufsteiger SV Schloßberg-Stephanskirchen am morgigen Samstag (14 Uhr) die nächste Herausforderung auf das Team von Interimstrainer Franz Schwangler. Die Schloßberger, die zuletzt in Bad Reichenhall den Kürzeren zogen (0:2), sind vor heimischem Publikum noch ungeschlagen. Doch auch die »Rothosen« haben seit sechs Begegnungen nicht mehr verloren.

Das Duell der Gegensätze geht in Frasdorf (Samstag, 15 Uhr) zwischen der SG Söllhuben/Frasdorf (14./6) und dem ASV Au (3./15) über die Bühne. Die Gastgeber haben nach dem 1:4 in Anger die vierte Pleite in Folge kassiert und dadurch die rote Laterne übernommen. Der zuletzt spielfreie ASV reist mit drei Siegen in Folge im Gepäck an.

Für diese beiden Clubs ist es das Derby schlechthin: Die Sportplätze des SC Anger und des TSV Bad Reichenhall liegen gerade mal 15 Kilometer voneinander entfernt. Der beiderseitige Hausberg Hochstaufen trennt die beiden Orte – um ihn herum müssen die Kur-städter am Samstag fahren, der Lokalhit beim SCA steigt ab 15 Uhr. Zusätzliche Brisanz erhält die Partie, da Angers Abteilungsleiter Andreas Sprinzing Reichenhaller ist und seine gesamte Karriere beim TSV verbrachte – sein fußballerischer Höhepunkt: der Bezirksliga-Aufstieg 2000.

TSV-Coach Michael Kants- perger freut sich jedenfalls riesig aufs Derby: »Das ist neben Hammerau die Begegnung, die uns am meisten kitzelt.« Über Anger sagt er nur das Beste: »Es war mir klar, dass der Knoten platzen wird und sie besser sind als es ihr Tabellenplatz aussagt. Sie haben nie hoch verloren, es war immer knapp. Sie haben eine richtig gute Mannschaft mit einem hervorragenden Trainer.«

Der heißt Christian Berger, ist seit 2018 im Amt und sagt nach dem ersten Saisonsieg (4:1 gegen Söllhuben/Frasdorf): »Personell hat es bei uns jetzt zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder richtig gut ausgesehen, selbst wenn wir zuletzt nur drei Auswechselspieler auf der Bank hatten. Jetzt fehlen nur noch unsere drei Langzeitverletzten. Der erste Sieg sollte meiner Mannschaft natürlich etwas Rückenwind verleihen.« Für das Derby verspricht der Teamchef: »Wir werden uns nicht hinten reinstellen, selbst wenn Reichenhall klarer Favorit ist. Natürlich wollen wir gewinnen.«

Kantsperger sah gegen Schloßberg (2:0) eine hoch konzentrierte Elf: »Endlich haben wir unsere Qualität mal über das ganze Spiel durchgezogen.« Für die Kurstädter gilt es, nun auch mal in der Fremde voll zu punkten, bislang stehen dort erst zwei Punkte zu Buche. »Wir brauchen jetzt auch auswärts die Stabilität, die wir zu Hause zeigen«, bestätigt der Teamchef. Sein Kollege Berger hält nichts von diesen Statistiken: »Es ist ein neues Spiel, alles kann passieren.« Sehr gute Halbzeiten gegen Schönau (1:2) und Hammerau (2:2) sowie der erste Dreier stimmen ihn zuversichtlich. Während in seinem Team Max Hohmann angeschlagen aus dem Match ging und Florian Hunklinger diese Woche krank war – hinter beiden stehen Einsatz-Fragezeichen –, fehlen beim TSV sicher die verletzten Fabian Gabriel (Zerrung) und Matteo Bernard.

Die SG Schönau erwartet am morgigen Samstag (16 Uhr) den SC Inzell. Während die Gäste um Spielertrainer Matthias Öttl den Klassenerhalt so früh wie möglich festmachen und im Tabellenmittelfeld ankommen möchten, lautet das Schönauer Ziel, mit einigen jungen Spielern eine konkurrenzfähige Truppe aufzubauen und zwischen Platz 3 und 6 zu landen. In der vergangenen Spielzeit fegte das Team von Thomas Meissner die Inzeller mit 5:1 vom Kunstrasen, was dieses Mal weitaus schwieriger werden könnte. Denn der SCI gewann seine jüngsten vier Begegnungen gegen den ASV Au (2:1), SV Westerndorf (3:0), FC Hammerau (4:3) und SC Vachendorf (3:2), wo die Öttl-Crew zur Halbzeit noch 0:2 im Hintertreffen lag. Die Zuschauer dürfen sich auf einen spannenden Nachmittag freuen.

Der SC Vachendorf rundet den Spieltag am Sonntag(14 Uhr) gegen den BSC Surheim ab. Die personelle Situation beim SCV ist derzeit angespannt. »Die Stimmung in der Mannschaft ist soweit gut, doch wir ärgern uns gewaltig, dass wir trotz eines wirklich guten Spiels in Inzell leer ausgegangen sind«, betont Thomas Loreck aus der Abteilungsleitung. Nichtsdestotrotz rechnen sich die Platzherren gegen die Gelb-Schwarzen etwas aus. »In der Kreisklasse waren es immer enge Spiele, chancenlos waren wir nie«, so Loreck. Der SCV hofft auf die großartige Unterstützung seiner Fans im Heimspiel.

luz/aic