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Der Siegsdorfer Paul Wittmann (links, hier im Duell mit Buchbachs Leon Schmit) ist mit seiner Mannschaft heute beim Absteiger FC Töging gefordert. (Foto: Weitz)

Heiße Kiste für den TSV Siegsdorf

Der TSV Siegsdorf hat derzeit einen Lauf: Seit vier Spielen ist das Team von Cheftrainer Franz Huber jetzt schon ungeschlagen und feierte zuletzt zwei Siege (3:1 gegen den TSV Buchbach II und 2:1 gegen den TSV Peterskirchen) sowie zwei Unentschieden (2:2 bei Srbija München und 2:2 beim TSV Dorfen).


»So kann's gerne weitergehen«, sagt Huber, »wir wollen diese Serie natürlich gerne weiter ausbauen.« Sein Team hat am 13. Spieltag der Fußball-Bezirksliga Ost jetzt aber eine hohe Hürde vor sich: Denn die Siegsdorfer müssen zum Absteiger FC Töging reisen. Anpfiff der Partie ist am heutigen Samstag um 14.30 Uhr.

»Der FC Töging ist ein schwerer Gegner«, betont Huber. Der Absteiger ist aktuell aber nur Tabellenfünfter und holte aus den ersten zwölf Partien sechs Siege und zwei Unentschieden, kassierte aber auch schon vier Niederlagen. Das macht in Summe 20 Punkte auf der Habenseite. Spitzenreiter TSV Kastl hat bereits 29 Zähler gesammelt. Sprich: Der Rückstand auf den direkten Aufstiegsplatz ist aktuell doch schon recht deutlich für die Töginger, die aus den letzten fünf Partien auch lediglich einen Sieg (1:0 gegen den SV Ostermünchen) gefeiert haben.

Doch davon will sich der Siegsdorfer Trainer nicht blenden lassen. »Die Töginger haben zwar zuletzt immer wieder Punkte abgegeben, aber sie haben noch immer viele Landesliga-erfahrene Spieler in ihrem Kader. Das wird also keine leichte Partie für uns werden und wir möchten ihnen das Leben so schwer wie möglich machen.«

Die Siegsdorfer ihrerseits hängen weiter im Tabellenkeller fest: Der Rangzwölfte (13 Zähler) ist aktuell punktgleich mit dem SV Waldperlach, der den Abstiegsrelegationsplatz einnimmt. »Uns ist klar, dass es nicht so leicht sein wird, aus der Gegend wegzukommen«, betont Huber. »Wir wollen bis zum Winter auf jeden Fall so viele Punkte wie möglich sammeln.« Da trifft es sich gut, dass sich das Lazarett bei den Siegsdorfern immer mehr lichtet, was auch den Coach sehr freut. »Es wird wirklich immer besser bei uns.« Jetzt kehrte unter der Woche auch der Langzeitverletzte Sebastian Reiter auf den Platz zurück. »Er ist für Töging aber noch kein Thema«, betont Franz Huber. Fehlen wird heute auch der angeschlagene Josef Wittmann.

Der Spieltag wird am morgigen Sonntag in Saaldorf beendet. Dort empfängt der SVS das Kellerkind SB Rosenheim, derzeit 15. des 16er-Klassements.. Anpfiff der Partie ist um 13 Uhr. Die Heimelf, die aus den letzten beiden Partien vier Punkte geholt hat (4:0-Sieg gegen den FC Finsing und 2:2 beim SV Waldperlach), will ihre kleine Serie gegen den Absteiger weiter ausbauen.

Die Mannen von SVS-Coach Pascal Ortner liegen zwar sechs Zähler vor dem Landesliga-Absteiger, doch bei den Grün-Weißen aus der Innstadt hat sich in den letzten knapp zwei Wochen jede Menge getan. So wurde die Abteilungsleitung komplett ausgewechselt: Anstelle der bisherigen Führungsriege um Spartenboss Thomas Leppert und Ex-Profi Günter Güttler (Sportlicher Leiter), die ebenso wie die beiden Juniorenleiter zurückgetreten sind, tragen nun interimistisch Willi Bonke (zugleich 2. Vorsitzender des Hauptvereins) als Abteilungschef und Ex-Spieler Christoph Börtschök als Sportlicher Leiter die Verantwortung. Unberührt blieb dagegen der Trainerstuhl, auf dem nach wie vor Eldar Kavazovic Platz nimmt.

Auf diese personellen Paukenschläge ließ der SBR am vergangenen Wochenende einen 6:1-Kantersieg gegen den SV Waldperlach folgen – es war zugleich der erste Rosenheimer Dreier im zwölften Anlauf. Die Saaldorfer sollten also gewarnt sein.

Kurzfristig abgesagt wurde das für gestern Abend geplante Gastspiel des ESV Freilassing beim TSV Buchbach II. »Die Buchbacher haben uns wegen Personalproblemen um eine Verlegung gebeten – wir haben zugestimmt«, so Eisenbahner-Spielertrainer Albert Deiter.

cs/SB