weather-image
32°

Heimfinale im Zeichen des Abschieds

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Aus beruflichen Gründen steht Kapitän Albert Eder den SV Kirchanschöring in der neuen Saison nicht mehr zur Verfügung. (Foto: Butzhammer)

Zum letzten Saison-Heimspiel in der Fußball-Bayernliga Süd, das zu einer rauschenden Party werden soll, begrüßt der SV Kirchanschöring am morgigen Samstag (14 Uhr/Stadion an der Laufener Straße) mit der DJK Vilzing eine Mannschaft, die man theoretisch noch überholen kann. Der Tabellensechste aus der Oberpfalz weist zwei Runden vor Schluss 47 Zähler auf, die Mannen von SVK-Coach Michael Kostner deren 42 – eine interessante Partie also zum Heimfinale der Spielzeit 2018/19.


Zum Abschied soll noch ein Sieg gelingen

Nach drei Niederlagen in Folge – Kostner: »Ja, das war wieder eine etwas schwächere Phase« – möchten sich die »Anschöringer« mit einem Sieg von den heimischen Fans verabschieden, ehe die Reise am 18. Mai noch zum TSV Nördlingen geht. Auch einige Spieler werden offiziell verabschiedet, auch wenn ihre fußballerische Zukunft teilweise noch nicht geklärt ist.

Anzeige

Aus beruflichen Gründen stehen mit Albert Eder und Maxi Willinger in der neuen Saison – der fünften in Folge in der Bayernliga – zwei Mann nicht mehr zur Verfügung, die schon im Jahr 2011 zum Aufsteigerteam in die damalige Landesliga Süd gehörten. Auf Daniel Muteba, dessen Leihvertrag mit dem Regionalligisten SV Wacker Burghausen beendet ist, müssen die Gelb-Schwarzen in der neuen Saison ebenso verzichten wie auf Max Vogl, der für seine späten (und sehr wichtigen) Tore bekannt war (Ziel laut Kostner noch unbekannt).

»Mit Kapitän Eder und Willinger werden uns zwei Typen nicht nur auf dem Spielfeld fehlen, sondern auch dem gesamten Umfeld«, so SVK-Pressesprecher Michael Wengler. »Ihre Spielerpässe bleiben aber bei uns«, sagt Kostner.

Laut Wengler werden morgen auch noch Fitnesscoach Harry Singhartinger sowie »Verletzungs-Pechvogel« Christian Jung (musste bei seinem neuen Club ESV Freilassing seine Fußballstiefel an den Nagel hängen) und Franz Hofmann verabschiedet, der früher in der »Ersten« spielte und in den vergangenen Jahren als Dauerbrenner in der »Zweiten« und »Dritten« am Ball war.

So wird der Saisonausklang mit Studiotechniker Josef Nullinger (bekannt von »Antenne Bayern«) sicher zu einem eindrucksvollen, emotionalen Tag werden. Ein Tag, den man mit einem Sieg krönen möchte, auch wenn Kostner betont: »Dass wir gewinnen, kann ich nicht versprechen. Aber jeder weiß, dass wir es den Leuten schuldig sind, noch einmal ein tolles Spiel abzuliefern.« Auch die jüngste Vorstellung beim TSV 1860 München II sei übrigens trotz der Niederlage »ein gutes Spiel« gewesen, erklärte der 50-jährige Ex-Profi.

Dass es in der Saison-Endphase nicht mehr so rund läuft, nachdem der Klassenerhalt ja längst eingetütet wurde, bezeichnet der SVK-Trainer als »verständlich, weil die Spannung etwas raus ist. Ich bin froh, dass wir die Punkte schon beisammen haben, auch deshalb, weil einige Spieler verletzt sind«. So werden Daniel Köck, Christian Jäger, Istvan Makai und Tobi Schild nicht auflaufen können, zudem fehlen aus beruflichen Gründen Max Vogl und Yasin Gürcan.

Im Tor steht Stefan Schönberger

»Im Tor steht in den letzten beiden Spielen der ,Schönes’«, ergänzt Kostner, »das hatten wir schon vorher so abgesprochen.« Mit diesem Spitznamen meint er den Ex-Freilassinger Stefan Schönberger, nachdem ja zuletzt Dominic Zmugg zweimal in Folge zwischen den Pfosten stand.

Als Neuzugänge stehen bislang nur die beiden Maxis fest: Probst vom Landesligisten SB Chiemgau Traunstein und der in Kirchanschöring – ganz in der Nähe des Sportgeländes – wohnende Reiter von den Bayernliga-A-Junioren des SV Wacker Burghausen. Man darf gespannt sein, ob weitere Spieler für die fünfte Bayernliga-Saison der Vereinsgeschichte verpflichtet werden. cs