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»Grenzen aufgezeigt«: Liverpool versetzt FC Bayern den K.o.

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Hilflos
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Münchens Javi Martinez zeigt sich geknickt während im Hintergrund Spieler des FC Liverpool ein Tor feiern. Foto: Peter Kneffel Foto: dpa
Foul
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Robert Lewandowski (l) wird von Liverpools Virgil van Dijk beim Kampf um den Ball gefoult. Foto: Tobias Hase Foto: dpa
Torjubel
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Liverpools Trainer Jürgen Klopp feiert das Tor seines Teams zum 1:0 gegen die Bayern. Foto: Tobias Hase Foto: dpa
Patzer
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Münchens Torwart Manuel Neuer (M) verschätzt sich im Zweikampf mit Liverpools Sadio Mane (l), der daraufhin das 1:0 erzielt. Foto: Peter Kneffel Foto: dpa
Vorbei
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Münchens Robert Lewandowski ärgert sich nach einer vergebenen Chance. Foto: Tobias Hase Foto: dpa
Ausgleich
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Münchens Serge Gnabry (M) wird vom Liverpooler Andy Robertson (2.v.l.) geblockt - trotzdem fällt der Ausgleichstreffer. Foto: Peter Kneffel Foto: dpa
Torschütze
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Liverpools Virgil van Dijk jubelt nach seinem Tor zum 2:1 in München. Foto: Tobias Hase Foto: dpa
Endstand
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Münchens Torwart Manuel Neuer (M) hadert mit dem dritten Treffer für den FC Liverpool.Foto: Peter Kneffel Foto: dpa

Deutschland gegen England 0:3. Am Ende der deutsch-englischen Fußball-Wochen scheitert nach Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 auch der FC Bayern in der Champions League. Der FC Liverpool und Trainer Jürgen Klopp zeigen den Münchnern die Grenzen auf.


München (dpa) - Ein hilfloser FC Bayern ist an Jürgen Klopp und dem FC Liverpool gescheitert. Das 1:3 (1:1) im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League besiegelte die Niederlage in den deutsch-englischen Fußball-Wochen, in denen zuvor Borussia Dortmund und der FC Schalke 04 ausgeschieden waren.

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»Wir haben heute verdient verloren. In zwei Spielen war Liverpool die bessere Mannschaft. Wir haben heute unsere Grenzen aufgezeigt bekommen«, musste Bayern-Trainer Niko Kovac im TV-Sender Sky einräumen.

Vor 70.000 Zuschauern schlugen sich die Münchner am Mittwochabend selbst. Nach einem schweren Patzer von Manuel Neuer in dessen 100. Königsklassenspiel brachte Sadio Mané den Vorjahresfinalisten in Führung (25.). Liverpools Abwehrchef Virgil van Dijk (69.) und erneut Mané (84.) besiegelten mit ihren Kopfballtreffern den Bayern-K.o.

»Das ist der nächste Schritt, wir sind zurück auf der großen Landkarte des Fußballs. Es gibt nicht so viele, die bei den Bayern gewonnen haben, das ist schon etwas Besonderes«, sagte Klopp. Ein Eigentor des früheren Schalkers Joel Matip (39.) hielt den Bundesliga-Spitzenreiter zwischenzeitlich im Rennen um das achte Viertelfinale in Serie. Doch nun findet das Viertelfinale der Königsklasse erstmals seit 2006 ohne deutsche Beteiligung statt.

Denn drei Wochen nach dem viel gelobten 0:0 an der Anfield Road ging die Taktik von Kovac nicht auf. Viel zu selten setzte sein Ensemble offensiv Akzente. Die Bayern hatten nur in den ersten Minuten mehr vom Spiel. Thiago versuchte es aus der Distanz, sein Schuss ging aber über das Tor (9.). Die frühe Auswechslung von Kapitän Jordan Henderson (13.) hätte eigentlich eine erhebliche Schwächung für die Gäste darstellen müssen. Sie erwies sich aber als Initialzündung.

Die Bayern fanden kein Durchkommen. Safety first hieß anfangs die Devise bei beiden Mannschaften. Alles andere als Sicherheit strahlte dann Neuer beim Liverpooler Führungstor aus. Tags zuvor von Kovac noch als »Lebensversicherung« bezeichnet, kam Neuer nach dem Pass auf Mané unnötigerweise aus dem Tor, wurde mit einer Drehung genarrt und konnte dem Schlenzer nur noch hinterherschauen.

Das Tor zeigte Wirkung bei den Bayern, die vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw und DFB-Direktor Oliver Bierhoff ohne Überzeugung im Offensivspiel ein wenig schüchtern agierten. Trotz zuletzt elf Toren in zwei Bundesligaspielen fehlte den Bayern ohne die gesperrten Thomas Müller und Joshua Kimmich und den verletzten Arjen Robben die Durchschlagskraft. Franck Ribéry, der im Vergleich zum 0:0 vor drei Wochen neu in die Startelf gerückt war, konnte sich mit seinen bald 36 Jahren nicht wie erhofft in Szene setzen.

Eine starke Szene hatte Neuer allerdings in der 34. Minute, als er bei einem Schuss von Andrew Robertson aus spitzem Winkel reaktionsschnell parierte. Etwas überraschend fiel dann der Ausgleich. Nach einem Zuspiel von Niklas Süle kam Serge Gnabry über die rechte Seite und passte nach innen, wo der frühere Schalker Matip den Ball vor dem einschussbereiten Robert Lewandowski ins eigene Tor bugsierte. Auf der Tribüne haute Bayern-Präsident Uli Hoeneß dem Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge kräftig auf die Schulter.

Auch dieses Tor zeigte Wirkung: Die Bayern wirkten nun kurzzeitig entschlossener, vor allem der im Hinspiel schon starke Javi Martínez und Thiago lebten im Mittelfeld Entschlossenheit vor.

Nach dem Wechsel waren es aber wieder die in Grau spielenden Reds, die den ersten Akzent setzten. Einen gefährlichen Schuss von Mohamed Salah wehrte Neuer gut ab (50.). Offensiv kam aber weiter insgesamt zu wenig vom Tabellenführer der Bundesliga. Ribéry blieb ohne Wirkung und musste nach einer Stunde seinen Platz räumen für Kingsley Coman.

Lewandowski fehlten gute Anspiele und Durchsetzungskraft gleichermaßen. James Rodríguez hatte keine Bindung zum Spiel und wurde ebenfalls ausgewechselt (Renato Sanches/79.). Liverpool dagegen blieb gefährlich(er). Einen tückischen Ball von Trent Alexander-Arnold lenkte Neuer noch zur Ecke. Diese trat James Milner und fand van Dijk, der aus fünf Metern zum 1:2 einköpfte. Die Münchner blieben zu zaghaft, wagten zu wenig - und Mané versetzte ihnen mit dem dritten Liverpooler Treffer endgültig den K.o.

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