Erster Sieg für das Schlusslicht

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Freilassings Jan Mägdefrau sorgte für das frühe 1:0 und legte somit den Grundstein für den ersten Saisonsieg der Bezirksliga-Reserve. Hinten beobachtete ESV-KapitänDaniel Thalmaier seinen Teamkollegen. (Foto: Bittner)

Für den ESV Freilassing II sieht schlagartig alles weitaus rosiger aus. Durch den ersten Saisonsieg – 3:1 in der Ramsau – zog die Auer-Crew mit Taching gleich. Der Abstand zum rettenden Ufer beträgt nur noch zwei Zähler. »Wild« ging's in Tengling zu, beim 3:3 gegen Leobendorf: Innerhalb von nur drei Minuten in Durchgang zwei fielen vier Tore – rekordverdächtig. Mit 30 Toren in sieben Spielen wurden die Teams der Fußball-A-Klasse 6 ihrem Ruf als höchst trefferreiche Liga einmal mehr gerecht.


SV Saaldorf II -TSV Petting 0:2

Nach zwei in dieser Form nicht erwarteten Siegen in Bayerisch Gmain und gegen Spitzenreiter Fridolfing erwischte es die Saaldorfer Zweite mal wieder – 0:2 daheim gegen Petting. Gegen ein weiteres Spitzenteam, das auf Rang 3 rangiert, reichten die SVS-Kräfte zum dritten Top-Showdown in Folge nicht: Andi Butzhammer brachte die Gäste vom Waginger See früh in Front (11. Minute), Daniel Götzinger sicherte der Schlagintweit-Crew nach einer guten Stunde (63.) Saisonsieg Nummer sieben.

TSV Fridolfing -WSC Bayerisch Gmain 3:2

Besser als gedacht schlug sich der stark angezählte WSC beim zuletzt gestrauchelten Spitzenreiter: Im Duell der Frustrierten – beim TSV verrauchte der Ärger über die erste Niederlage jüngst jedoch rasch – konnten die Gäste bis in die Schlussminute alles offenhalten. 300 (!) Zuschauer verfolgten die Partie bei strahlendem Sonnenschein. Sie trauten erstmal ihren Augen nicht, weil Mittelfeldspieler Adrian Schläfke früh für die Bayerisch Gmainer Führung (7.) gesorgt hatte. Exakt nochmals so lang dauerte es bis zum nächsten Tor, diesmal auf der anderen Seite: Tobi Schild überwand WSC-Torwart Niklas Gaigalat und glich aus (14.). Bis zur Pause drehten die Gastgeber das Blatt, Josef Pallauf gelang das 2:1 (25.).

Nach knapp einer Stunde wechselte Coach Florian Huber jedoch den Ausgleich ein: Sturmtank Lukas Höller kam in Minute 58, sechs Minuten drauf gelang dem wendigen Torjäger das 2:2 (64.) für seine Farben. In der Schlussphase hätte alles passieren können, doch der TSV Fridolfing steht an der Spitze der A6, weil er heuer eben gerade diese Spiele zu seinen Gunsten entscheidet: Der Jubel im Lager der Platzherren war freilich groß, als Tobi Schild zum späten 3:2 (89.) traf.

FC Ramsau -ESV Freilassing II 1:3

Der Knoten ist geplatzt, ausgerechnet auf dem kleinen Platz in der Ramsau durfte die Freilassinger Zweite ihren ersten Saisonsieg feiern: Dabei sah Coach Xaver Auer, dass sich sein Team auf dem »beengten« Terrain durchaus schwer tat, das gewohnte Kombinationsspiel aufzuziehen. »Da liegt uns ein großer Platz deutlich besser«, so der Teamchef. »Wir wussten, dass es ein kampfbetontes Spiel werden würde. Deshalb lag der Fokus auf Ballgewinne durch Pressing und schnelles Umschalten.« Bereits in Minute zwei ging die Bezirksliga-Reserve durch Jan Mägdefrau in Führung. Die Ramsauer befreiten sich vom frühen Schock und fanden ins Spiel, Franz Piatke glich aus. Danach vergab Sebastian Votz allein vor ESV-Keeper Rashid Engler. Die Partie hätte nun zugunsten beider Teams fallen können. Und statt mit einer 2:1-Führung musste der FC mit einem 1:2-Rückstand in die Pause gehen – nun sorgte Jan Mägdefraus Bruder Kai für die Freilassinger Führung. In Durchgang zwei vermochten es die Ramsauer schließlich nicht mehr, der Partie eine Wende zu verpassen. Philipp Huber sorgte für die endgültige Entscheidung – 1:3 (70.). »Wir hätten dieses Spiel trotz des Fehlens dreier wichtiger Stammspieler nicht verlieren müssen. Oliver Schwab bin ich sehr dankbar, dass er sich trotz zweijähriger Pause zwischen die Pfosten stellte. Unser Torwart war an der Niederlage nicht schuld«, konstatierte der sichtlich enttäuschte FC-Teamchef Manfred Weber.

BSC Surheim II -DJK Kammer 1:5

Dem enorm wichtigen Dreier gegen Taching im Abstiegskampf folgte gleich wieder ein herber Dämpfer – 1:5 gegen Tabellennachbar Kammer. Das hatte sich BSC-Coach Thomas Fitz freilich ganz anders vorgestellt. Seiner Truppe gelang es nicht, die Blitz-Führung durch Michael Öllerer (2.) gewinnbringend zu nutzen und auszubauen. Im Gegenteil: Ein Eigentor von Vinzenz Ehrmann in der Nachspielzeit von Durchgang eins leitete die für Surheim ungute Wende zugunsten der Gäste aus dem Landkreis Traunstein ein: Diese machten den Sack allerdings erst spät zu, durch Treffer von Maxi Kosak (73./85.) sowie dazwischen von Johannes Greisreiter (77.) und Christoph Wimmer (80.). In der Phase davor fingen sich die Gastgeber einige gelbe Karten ein und brachten sich damit vor rund 80 Zuschauern selbst aus dem Konzept.

SV Kirchanschöring II -SC Weißbach 6:0

Die Gäste konnten den Schwung vom 4:2-Erfolg gegen Bayerisch Gmain nicht nach Kirchanschöring mitnehmen. Beim Aufstiegskandidaten war bereits zur Pause alles klar – die Weißbacher erlitten genau das, was sie letzte Woche dem WSC »antaten«: Christoph Spitz (5./43./45. + 3), Stefan Judex (25.) und Gabriel Mühlbacher (40.) trafen in Durchgang eins sogar noch einmal mehr als Marchl & Co. jüngst daheim. Gleich nach der Pause mussten die Alpenstraßen-Kicker obendrein noch eine numerische Unterlegenheit verkraften, Christian Bauregger hatte nur drei Minuten nach dem Seitenwechsel die Ampelkarte gesehen. Jetzt stellten sich die Gäste komplett hinten rein, um nicht in ein noch größeres Debakel zu laufen. Jonas Kronbichler gelang »nur« noch das 6:0 (81.).

SV Neukirchen –SV Taching 2:2

Kein Sieger im Kellerduell: Andi Bachmaier brachte die Gastgeber, die sich gerade für diese Partie sehr viel vorgenommen hatten, wie gewünscht in Führung. Bis dahin waren vor rund 80 Zuschauern aber bereits 39 Minuten vergangen. Das 1:0 brachte Neukirchen in die Pause. Vom Schock gleich nach Wiederbeginn musste sich die Elf von Coach Martin Kastenhuber dann erstmal erholen: Hatten Stefan Unterreiner (51.) und Klaus Frisch (52.) doch innerhalb weniger Augenblicke das Blatt gewendet – 1:2. Die Elf von der A 8 schüttelte sich sechs Minuten: Dann gelang Christopher Vorpahl mit Saisontor Nummer drei der Ausgleich (58.). Mehr wurde es nicht mehr.

TSV Tengling -SV Leobendorf 3:3

Der SV Leobendorf schaffte es mit diesem Remis immerhin, den Vorsprung auf Verfolger Tengling zu halten – fünf Punkte sind's weiterhin. Zunächst mussten die Gäste eine halbe Stunde einem Rückstand hinterherlaufen, Christian Ertl hatte die Elf vom Tachinger See in Führung (10.) geschossen. Michi Felber gelang der wichtige Ausgleich (39.) noch vor der Pause. Ein Strafstoß nach dem Seitenwechsel – Hansi Ertl konnte SVL-Tormann Emanuel Salomon überwinden – ließ die Wegscheider-Crew erneut in Rückstand geraten. Doch jetzt folgte die beste Gäste-Phase, Patrick Wolany und der Strafstoß-Beauftragte in Leobendorfer Reihen, Anton Steinmaßl (sein fünfter Treffer), drehten die Angelegenheit binnen einer Minute (58.). Erneut vom Anstoß wurden die BGL-Kicker jedoch von der Siegerstraße geholt: Hansi Kraller besorgte postwendend das 3:3 (59.) – vier Treffer waren in nur drei Minuten gefallen. Über 100 Zuschauer freuten sich nun auf eine heiße Schlussphase und dass es so weitergehen würde, wurden jedoch enttäuscht. Es fielen nämlich keine weiteren Treffer mehr.

bit