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DJK Otting reist zum Spitzenspiel nach Anger

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Bernhard Braun (rechts) brachte den SV Ruhpolding früh in Führung, am Ende gewann der SVR mit 3:2 gegen Maurizio Aigner und den SBC Traunstein II. (Foto: Wirth)

Am 13. Spieltag der Fußball-Kreisklasse 4 treffen die beiden Favoriten zum zweiten Mal direkt aufeinander: Der Spitzenreiter SC Anger (27 Punkte) empfängt am Sonntag um 15 Uhr die DJK Otting (2. Platz/26) und wird alles daran setzen, den Verfolger weiter auf Distanz zu halten. Das erste Duell der beiden Mannschaften ist dabei noch gar nicht lange her: Anfang Oktober trennten sie sich mit einem 1:1-Unentschieden.


Ottings Trainer Andreas Horner erwartet nun erneut eine »ausgeglichene Begegnung«, bei der ihm aber zumindest der komplette Kader zur Verfügung steht: »Wir haben alle Mann an Bord und freuen uns schon richtig auf das Spitzenspiel. Das hat die Mannschaft sich hart erarbeitet und auch verdient.« Zwar werde es schwer, Anger 90 Minuten in den Griff zu bekommen, »aber wir werden mutig hinfahren, um frech und frei aufzuspielen«, kündigt der Ottinger Trainer an. »Am Ende wird es ein bisschen von der Tagesform abhängen, wer gewinnt – und davon, wer mehr kämpft und ackert.«

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Nach dem Unentschieden Anfang Oktober ist der Tabellenführer ein wenig aus dem Tritt geraten: Darauf folgte die erste Saisonniederlage beim TSV Bad Reichenhall (1:2) und nach einem Sieg gegen Oberteisendorf noch ein weiteres Unentschieden gegen den SB Chiemgau Traunstein II. Otting hat seit dem 1:1 drei Siege in vier Spielen geholt.

Bleibt das Spitzenspiel nun erneut ohne Sieger, könnte der SV Linde Tacherting (3./25) seine Chance nutzen und an die Tabellenspitze klettern. Tacherting ist am Samstag um 16 Uhr Gastgeber für den TSV Heiligkreuz (8./15) und nach vier Siegen am Stück im Aufwind – zuvor hatte es Anfang Oktober ausgerechnet gegen Heiligkreuz eine 2:3-Niederlage gegeben.

Vachendorf tritt beim SV Laufen an

Um seinen direkten Verfolger muss sich Tacherting zumindest keine Sorgen machen: Der SV Oberteisendorf (4./21) spielfrei. Dafür könnte der SC Vachendorf (5./20) weiter an die Spitzengruppe heranrücken. Die Mannschaft tritt im zweiten Sonntagsspiel um 14 Uhr beim SV Laufen (9./12) an. Im ersten Saisonduell holte sich Vachendorf mit einem 2:1-Sieg drei Punkte, musste sich zuletzt aber mit 0:1 dem SV Linde Tacherting beugen. Die Gastgeber sind seit sieben Spielen sieglos, holten in diesen Partien nur einen Punkt und könnten bei einer erneuten Niederlage weiter Richtung Abstiegszone rutschen.

Ins »obere Drittel« zu kommen, ist das Saisonziel von Traunsteins Trainer Michael Wirth. Allerdings musste der SB Chiemgau Traunstein II im Nachholspiel am Dienstagabend einen Dämpfer hinnehmen: Gegen das bisherige Schlusslicht SV Ruhpolding setzte es eine 2:3-Niederlage. Ruhpolding hat dadurch den letzten Rang verlassen.

»Wir hatten den Tabellenplatz vielleicht zu sehr im Hinterkopf«, meint Michael Wirth. »Wir wollten zu viel zaubern und sind uns selbst im Weg gestanden.« Das nutzten die Gäste und gingen früh in Führung: In der 13. Spielminute flankte Stefan Brügmann auf Mittelstürmer Thomas Nawratil, der mit seinem Kopfball den Pfosten traf – der Ball prallte vom Pfosten direkt vor die Füße von Mittelfeldmann Bernhard Braun, der den Ball per Direktabnahme zur 1:0-Führung verwertete. Zehn Minuten später erhöhte Thomas Nawratil auf 0:2.

»Wir haben versucht, spielerische Lösungen zu finden, haben in der ersten Halbzeit aber kein einziges Mal gefährlich aufs Tor geschossen«, erklärt der Traunsteiner Trainer. »Unterm Strich wollte Ruhpolding einfach mehr und war uns mental voraus. Wir waren vom Kopf her nicht frei und mussten Lehrgeld bezahlen.« Zwar gelang Traunsteins Kurt Weixler nach der Pause der 1:2-Anschluss per Elfmeter (53. Minute), doch kurz darauf traf auch Ruhpoldings Stefan Brügmann vom Punkt (58.). Traunstein antwortete schnell und Adrian Furch verkürzte nach einem Konter wieder auf 2:3 (58.), für einen Punkt reichte das aber nicht. In der 71. Spielminute sah Traunsteins Robert Schiller wegen wiederholten Meckerns die Gelb-Rote Karte.

Ihre Überzahl konnten die Ruhpoldinger aber kaum ausnutzen. In der 80. Spielminute verfehlte Ruhpoldings Felix Daburger das leere Tor, nachdem er zuvor Torhüter Dominik Schiege umspielt hatte. »Wir haben in der zweiten Halbzeit gute Ansätze gehabt«, sagt Michael Wirth – doch dabei blieb es. »Die Niederlage tut weh, das muss ich jetzt erst mal sacken lassen.«

Viel Zeit dafür bleibt Trainer und Mannschaft aber nicht: Der SBC Traunstein II eröffnet am Samstag den 14.  Spieltag um 13.30 Uhr beim TSV Bad Reichenhall (10./15), der zuletzt spielfrei war und gefährlich Richtung Abstiegszone gerutscht ist. »Wir werden Gas geben müssen und wollen einen Verfolger auf Abstand halten«, betont Michael Wirth. »Ein Punkt würde mir auswärts erst mal reichen, auch für den direkten Vergleich.« Allerdings wäre das eine Premiere: Bad Reichenhall ist die einzige Mannschaft der Liga, die noch kein Unentschieden auf dem Konto hat. Das Hinspiel gewannen die Traunsteiner mit 2:0.

Der SBC-II-Trainer weiß aber auch, wie schwierig die Aufgabe am Samstag wird: »Bis zur Winterpause kommt noch die geballte Ladung auf uns zu. Das wird eine brutale Herausforderung, besonders bei der Kaderplanung.« Schließlich spielt die Erste Mannschaft am Samstag fast zeitgleich und die A-Junioren sind am Sonntag wieder im Einsatz.

Ruhpolding will am Samstag gleich nachlegen

Für den SV Ruhpolding war der Sieg gegen Traunstein der zweite in dieser Saison, am Samstag will die Mannschaft gleich nachlegen – dann steht auch das zweite Saisonheimspiel an. Zu Gast ist um 15.30 Uhr der FC Bischofswiesen (6./19). Bisher hatten die Ruhpoldinger zu Hause noch kein Glück: Die Heimpremiere gegen Tacherting verlor die Mannschaft mit 1:3, das Hinspiel gegen Bischofswiesen sogar mit 1:4. Der zweite Auftritt auf dem eigenen Rasen soll nun besser werden, um nicht gleich wieder zum Schlusslicht zu werden.

Am Tabellenende steht nun der TSV Fridolfing (13./6), der am Samstag um 15.30 Uhr im Lokalderby beim TSV Tittmoning (11./11) antritt. Die Gäste brauchen einen Sieg, um nicht noch weiter abgehängt zu werden. Im Hinspiel teilten sich die Mannschaften nach einem 1:1-Unentschieden die Punkte, Fridolfing wartet nun bereits seit sechs Spielen auf einen Erfolg, Tittmoning sorgte zuletzt mit einem 7:5-Sieg gegen Oberteisendorf für Aufsehen. jom/TP