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Derby gegen das »Vorbild«

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Teisendorfs Trainer Andi Brandl kommt mit seinem Team in der Fußball-Bezirksliga Ost bisher nicht so recht in Schwung. (Foto: Butzhammer)

Die Saison 2015/16 war es, als sich der TSV Teisendorf und der SV Saaldorf letztmals um Ligapunkte gegenüberstanden. Es war eine denkwürdige Spielzeit in der Fußball-Kreisliga 2. Beide Teams hatten am Ende 48 Zähler, der SV Saaldorf durfte als Meister in die Bezirksliga rauf und der TSV Teisendorf scheiterte in der Relegation. Drei Jahre drauf folgten nun die Rothosen, mit dem Meistertitel in der Tasche, dem SVS in die Bezirksliga nach. Und da kommt es nun am heutigen Samstag ab 14 Uhr, seit dem 25. Mai 2016, erstmals wieder zum Derby.


Während allerdings seinerzeit der TSV Teisendorf noch mit 4:3 gewann, reist die Elf von Trainer Pascal Ortner heute als haushoher Favorit in die Marktgemeinde. Saaldorf ist starker Tabellenvierter und kassierte bei vier Siegen und vier Remis erst eine Saisonniederlage. Der heutige Gastgeber dagegen deren acht, bei nur einem Sieg und einem Unentschieden. Das bedeutet für den TSV den letzten Tabellenplatz. Nach dem Zwischenhoch gegen Bad Endorf (3:1) und Ebersberg (1:1) setzte es jüngst eine 1:3-Niederlage gegen Forstinning. »Dieses Spiel war enttäuschend – wohl unsere schwächste Saisonleistung«, so Trainer Andi Brandl, der schlussfolgert: »Wir haben gesehen, wenn wir nicht ans Limit gehen, wie gegen Endorf und Ebersberg, dann ist es ganz schwer, in dieser Liga zu punkten.« Freilich spielt die Personalsituation auch eine Rolle: »Wir kommen leider am Stock daher«, schüttelt Andi Brandl den Kopf, schiebt aber gleich nach: »Jammern hilft nichts – wir wollen trotzdem als Sieger vom Rasen gehen, um den Anschluss nicht zu verlieren.«

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Ohne Frage ist auch für ihn der SV Saaldorf heute der unumstrittene Favorit. Übrigens ein Favorit, auf den er große Stücke hält: »Saaldorf ist irgendwo ein Vorbild für uns. Der SVS hat in den letzten Jahren unglaubliche Arbeit geleistet. Da habe ich höchsten Respekt davor.« So warnt der Teisendorfer Teamchef seine Elf auch eindringlich: »Die kommen mit tollen Einzelspielern, die müssen neutralisiert werden.«

Saaldorfs Trainer Pascal Ortner ist mit den bisher erreichten 16 Punkten zufrieden: »Wir sind absolut im Soll – wir haben zwar ein paar Punkte verschenkt, aber dafür gegen Bad Endorf ein 0:3 aufgeholt.« Die Favoritenrolle gegen Teisendorf weist Ortner freilich nicht von der Hand, dennoch betont er: »Das wird alles andere als ein Spaziergang. Jede Partie mit Derbycharakter hat besondere Vorzeichen.« Den TSV Teisendorf hat er in dieser Saison schon oft gesehen: »Die spielen immer gegen den Gegner, den wir als nächstes haben.« Deshalb weiß er: »Wir müssen von Anfang an konzentriert an die Sache rangehen und dann den Biss zeigen, den wir in den letzten Wochen an den Tag gelegt haben. Wir hatten eine sehr gute Trainingswoche und alle Mann sind an Bord.«

Einen Akteur hebt Pascal Ortner aktuell besonders hervor: Simon Zebhauser. »Wir hatten zuletzt Personalprobleme, da hat der Simon seine Chance bekommen. In 150 gespielten Minuten hat er drei wichtige Tore erzielt. Er ist in der Box einfach eiskalt.« Folglich ist damit zu rechnen, dass der Stürmer heute Nachmittag in Teisendorf einer der 22 Akteure ist, die um 14 Uhr den Rasen betreten.

Der ESV Freilassing ist vergangene Woche nach acht niederlagenfreien Partien erstmals leer ausgegangen. Durch den 1:0-Sieg in der Grenzstadt ist der SV Reichertsheim bis auf einen Zähler an den ESV rangerückt. Nach oben hat die Elf von Franz Pritzl allerdings nichts an Boden verloren, da Spitzenreiter SV Bruckmühl mit dem gleichen Ergebnis in Dorfen patzte. Das heißt: Die Eisenbahner reisen heute neuerlich als »heimlicher Tabellenführer« zum TSV Tuchbach II (Anpfiff 18.30 Uhr).

Und das Ziel ist klar: Aus dem »heimlich« möchte der ESV Freilassing ein »tatsächlich« machen. Denn die Spitze winkt: Der SV Bruckmühl ist dieses Wochenende spielfrei – mit dem siebten Saisonsieg könnte die Pritzl-Crew auf Platz 1 klettern. Machbar ist die Aufgabe bei der Regionalliga-Reserve, die bis dato viermal gewann und viermal verlor, hinzu kommt ein Remis. sts