Dem FC Hammerau gelingt die Revanche

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Inzells Spielertrainer Matthias Öttl (links) rückte im Heimspiel gegen Hammerau ins Abwehrzentrum, um die Hintermannschaft zu stabilisieren. In dieser Szene konnte er gegen den sehr agilen Stefan Eisenreich klären, der seine starke Vorstellung an diesem Nachmittag mit dem zweiten Treffer für die Gäste krönte. (Foto: Wegscheider)

Der SC Inzell kann einfach nicht mehr gewinnen. Im Heimspiel der Fußball-Kreisliga 2 gegen den FC Hammerau setzte es eine 0:2-Niederlage. Der Gast konnte sich damit für die 0:5-Pleite im Hinspiel revanchieren. So vielversprechend die Anfangsphase der Saison für die Falkenstein-Truppe noch war, so wenig erfolgreich präsentiert sich die Mannschaft seit nunmehr zwölf Spielen. Es gelingt kein Sieg mehr, auch wenn man ebenbürtig ist und der Gegner keineswegs viel stärker agiert.


Inzell versuchte, mit einer gewissen Grundruhe und mit einer Stabilität in der Abwehr den Grundstein für ein erfolgreiches Spiel zu legen. Dafür rückte Spielertrainer Matthias Öttl ins Abwehrzentrum, um die Hintermannschaft zu stabilisieren. Dieses Unterfangen gab der Heimelf Sicherheit und Hammerau hatte zunächst so gut wie keine zwingenden Aktionen vor dem Gehäuse von Torwart Sebastian Schwabl.

In der 6. Minute gab's die erste gute Gelegenheit für den SC Inzell, als Fabian Zeidler von einem Fehler der FC-Hintermannschaft profitierte. Der Inzeller Torjäger kam auf der rechten Seite ans Leder und zog in den Strafraum. Doch anstatt selbst den Abschluss zu suchen, wollte er quer zu Armin Dumberger legen. FC-Verteidiger Kristijan Jukic roch den Braten und konnte klären. Zwei Minuten später brachte Kapitän Dumberger eine Ecke von der rechten Seite nach innen. Andi Panitz stieg zum Kopfball hoch und das Leder hätte den Weg ins Tor gefunden, wäre da nicht im letzten Moment Manuel Weiß im Weg gestanden, der erneut zur Ecke klären konnte.

In dieser Anfangsphase waren die Hausherren die tonangebende Mannschaft und hatten in der 11. Minute die nächste gute Aktion. Fabian Zeidler legte von halbrechts den Ball zurück auf Andi Panitz, der aus 20 Metern abzog. FC-Keeper Markus Hirmke war auf dem Posten und entschärfte den Knaller im Nachfassen. Drei Minuten später eroberte Simon Maier in der eigenen Hälfte die Kugel, startete ein Solo bis 20 Meter vors gegnerische Tor, doch bei seinem Schuss zischte das Spielgerät knapp über den Querbalken.

Der erste Hochkaräter der Gäste resultierte aus der 28. Minute. Bruno Kovac kam ans Leder und sein Distanzschuss aus fast 25 Metern hätte den Weg ins linke Kreuzeck gefunden. Allerdings machte er die Rechnung ohne Inzells Torhüter Sebi Schwabl, der das Leder mit einer gewaltigen Parade aus dem Winkel fischte. Machtlos war er jedoch in der 33. Minute. Durch einen völlig unnötigen Ballverlust der Inzeller im Mittelfeld kam Stefan Eisenreich an den Ball, tankte sich auf der rechten Seite durch und flankte punktgenau auf Ioan Maris. Der Hammerauer Stürmer versenkte die scharfe Hereingabe beispielhaft per Kopf zur Führung in die Inzeller Maschen.

Die Möglichkeit zum Ausgleich hatte nur drei Minuten später Florian Hörtreiter, der einen langen Pass von Matthias Öttl geschickt mitnahm, aber ein wenig abgedrängt wurde. Somit blieb nur ein Schuss ins kurze Eck, den Hirmke parieren konnte. In der letzten Minute der ersten Halbzeit gab's fast noch eine Kopie des ersten Tores. Stefan Eisenreich kam wieder über die rechte Seite, doch diesmal setzte Ioan Maris dessen Flanke per Seitfallzieher knapp neben den rechten Pfosten.

In Halbzeit zwei waren die Top-Aktionen dünn gesät. Die Partie war offen und umkämpft, aber die Torraumszenen, fehlten. Inzell vermochte nicht genügend Druck zu machen, um Hammerau ernsthaft in Gefahr zu bringen.

Die endgültige Entscheidung in dieser an Höhepunkten armen Partie fiel in der 83. Minute. Stefan Eisenreich krönte seine starke Leistung mit dem 2:0. Vorausgegangen war ein schwerer Fehler von Sebastian Schwabl, der zunächst Maris ausspielen konnte, aber den Ball dann an Eisenreich verlor. Der hatte letztlich wenig Mühe, die Kugel ins Netz zu schieben.

Für Inzell bleibt nun am letzten Spieltag der Herbstrunde am kommenden Samstag (14.30 Uhr) in Waging die Gelegenheit, sich mit einem Erfolg in die Winterpause zu verabschieden. Allerdings werden die Waginger mit den gleichenGedanken in die Partie gehen.

hw