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Felix Schrobenhauser (links) steht in dieser Saison für den TSV Siegsdorf auf dem Platz. Das Team empfängt heute zum Auftakt den SV Waldperlach. (Foto: Butzhammer)

»Chancen hat man immer«

Für den TSV Siegsdorf geht es in der Fußball-Bezirksliga Ost endlich wieder los: Die Elf von Trainer Franz Huber empfängt am heutigen Samstag um 18 Uhr den SV Waldperlach. Mit einem Heimspiel startet auch die Saison für den ESV Freilassing, der den TSV Kastl (16 Uhr) zu Gast hat. Auswärts muss nur der SV Saaldorf (14 Uhr) antreten. Die Mannschaft von Trainer Pascal Ortner spielt beim FC Langengeisling. 


Für die Siegsdorfer ist der SV Waldperlach kein Unbekannter. In der vergangenen Saison lieferten sich die beiden Teams ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Zweimal trennten sich die Mannschaften mit einem Unentschieden und zu Saisonende lagen die beiden Teams punktgleich im Mittelfeld der Tabelle.

Der SV Waldperlach hat über die Sommerpause ziemlich aufgerüstet. Gleich sechs Zugänge (bei zwei Abgängen) stehen zu Saisonstart nun neu auf dem Platz. Siegsdorfs Trainer Franz Huber schätzt die Mannschaft aus dem Münchner Süden – auch wenn es viele neue Gesichter gibt – nach wie vor als starkes Team ein. »Man muss zu Saisonstart aber auch immer erst schauen, wo die einzelnen Mannschaften jetzt stehen«, sagt der Trainer. Im ersten Heimspiel der neuen Saison erwartet er von seinem Team eine gute Leistung und den ersten Dreier. Es kommt zwar immer auf die Tagesform an, aber »Chancen hat man immer«, motiviert der Trainer.

Bei den Siegsdorfern neu auf dem Platz ist nur Felix Schrobenhauser, der in der abgelaufenen Saison mit der SG Chieming/Grabenstätt Meister in der A-Klasse wurde. Er soll Top-Torschütze Jonas Neuhofer ersetzen, der zum Kreisklassisten SV Ruhpolding wechselte. »Bisher macht er seine Sache recht gut. Wir haben vollstes Vertrauen in ihn«, stellt Huber klar. Wegen muskulärer Verletzungen muss der Trainer auf Michal Huber, Tobias Huber und Michael Dinauer verzichten. Nach Verletzungen wieder im Training sind Stefan Mauerkirchner und Josef Wittmann.

»Wir sind froh, dass es endlich losgeht«, betont Albert Deiter, Spielertrainer des ESV Freilassing. Die Eisenbahner haben wegen ihrer Aufstiegsrelegation in der Vorsaison eine relativ kurze Vorbereitung hinter sich. »Optimal war's nicht, da wir den Umständen geschuldet auch viele Urlauber hatten. Aber ich denke, dass wir jetzt für die neue Saison bereit sind«, betont der Offensivspieler, der den Ligaauftakt verletzungsbedingt verpassen wird. Mit Landesliga-Absteiger TSV Kastl gibt gleich ein harter Brocken seine Visitenkarte im Max-Aicher-Stadion ab. Deiter geht allerdings selbstbewusst an die große Aufgabe heran. »Mit einem Absteiger aus der höheren Liga hast du automatisch einen starken Gegner vor der Brust.« Die Kastler haben nach dem Gang in die Bezirksliga einen Kaderumbruch hinter sich. Prognosen vorab seien daher immer schwierig. »Wir haben natürlich Respekt vor dem Gegner. Doch wir spielen zuhause – und wie immer auf Sieg«, gibt Deiter die Marschroute vor.

Auch der SV Saaldorf ist heiß auf Bezirksliga-Runde 1. »Die Vorfreude steigt minütlich«, betont SVS-Trainer Pascal Ortner vor dem Auftaktspiel beim FC Langengeisling. Beide Teams treffen in ihrer Vereinshistorie zum dritten Mal aufeinander. In der vergangenen Spielzeit setzten sich die Saaldorfer daheim 2:1 durch. Im Rückspiel behielt der FCL mit 2:0 die Oberhand.

Die Vorbereitung lief aus Sicht des Übungsleiters mit drei Testspielsiegen (jeweils 2:1 gegen ASV Salzburg und USK Anif sowie 2:0 gegen die SG Schönau), einem Unentschieden (0:0 in Weildorf) und einer Niederlage (1:3 in Surheim) nahezu perfekt. Die Trainingsbeteiligung sei wie immer hervorragend gewesen, alle hätten voll mitgezogen, berichtet der Trainer. Für das heutige Spiel erwartet Ortner eine »kernige, kampfstarke Mannschaft, die uns alles abverlangen wird«. Personell kann Ortner nahezu aus dem Vollen schöpfen. Bis auf Paul König und Robert Hafner sind alle dabei.

aha/luz