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Ausgleich durch ein Eigengewächs

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Er schaffte im letzten Heimspiel der Saison den 2:2-Ausgleich: Lukas Birner, das Eigengewächs des SV Kirchanschöring. (Foto: Butzhammer)

Das letzte Heimspiel des SV Kirchanschöring war geprägt von Abschieden. Manche Akteure hängen nach dieser vierten Saison in der Fußball-Bayernliga Süd ihre Fußballschuhe an den Nagel. So endete mit dem 2:2 (0:1) gegen die DJK Vilzing aus dem Landkreis Cham in der Oberpfalz vor 568 Zuschauern für manchen eine persönliche Ära. Dafür gelang der Ausgleich zum Endstand dem SVK-Eigengewächs Lukas Birner.


»Ikone« Max Willinger meinte nach dem Schlusspfiff, dass seine elf Jahre eine »relativ lange Zeit« gewesen seien, die »aber »schnell vorbei war. Willinger ist nach eigenen Angaben einer, »dem große Worte nicht so liegen.« Er widme sich nun neuen Leidenschaften neben dem Feld und bedankte sich »für elf schöne Jahre.«

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Für den scheidenden Kapitän Albert Eder war es eine »super erfolgreiche Zeit«, er habe »viele interessante Leute kennengelernt und viele Freundschaften« geschlossen.« Natürlich komme er »immer wieder gerne hierher«, für ihn gebe es »nichts Schöneres als die große SVK-Familie – und wer weiß, vielleicht 'comebacke' ich mal wieder«, so Eder.

Auf dem Feld werden sich die beiden Mannschaften auch im nächsten Jahr wieder duellieren. »Wir freuen uns auf das nächste Duell gegen Kirchanschöring« meinte Vilzings Trainer Christian Stadler nach Spiel-ende. SVK-Trainer Michael Kostner war mit dem Verlauf des Spiels in der ersten Halbzeit nicht zufrieden, in der zweiten Hälfte hätten »die Jungs alles reingeworfen, was möglich war.« Das Team habe »die letzten Körner« aufgewendet, wie es der Ex-Bundesligaprofi bezeichnete, denn »die Mannschaft wollte den Zuschauern unbedingt ein gutes Ergebnis« liefern.« Dies sei letztlich mit dem einen Punkt gelungen. Kostner freute sich über eine insgesamt »sehr gute Saison«, wobei er in den vergangenen Wochen »nicht so zufrieden« gewesen sei. Aber: »Wir können stolz sein, auf das was wir erreicht haben«, lobte der SVK-Coach Mannschaft, Vorstandschaft und Trainerstab.

Auf dem Feld sahen die Zuschauer eine ansprechende Partie, trotz teilweise Dauerregen. Die Gästeführung entstand durch einen Ball in die Tiefe, Jonas Gmeinwieser drosch das Leder mit dem Pausenpfiff in die Maschen (45.).

Nach dem Seitenwechsel waren es zunächst wieder die Oberpfälzer, als sich Matthias Graf ein Herz fasste aber SVK-Torhüter Stefan Schönberger das Leder über die Latte lenkte. Drei Minuten später nutzte Graf eine Unaufmerksamkeit in der SVK-Abwehr, schoss aber im Fallen den Ball neben den Kasten (51.). Dann traf endlich Manuel Omelanows-ky. Dem Rückkehrer gelang der 1:1-Ausgleich und damit der erste Treffer nach seiner Rückkehr zu den Gelb-Schwarzen. Er tankte sich dabei über links durch, und schob das Leder an Torwart Maximilian Putz vorbei ins Netz (51.). Kurz darauf legte Max Streibl wunderschön auf Albert Deiter quer, doch der schlenzte den Ball über das Gebälk.

In Führung gingen schließlich wieder die Chamer, die sich beim 1:2 über links durchdribbelten, dem folgte ein Abspiel ins Zentrum und wieder war es Gmeinwieser, der ins Tor traf (60.). Der Schlusspunkt war einem SVK-Eigengewächs vorbehalten: Der eingewechselte Lukas Birner wurde per »Zuckerpass« in die Spitze von Manuel Jung bedient, nahm das Leder volley und vollstreckte somit rechts an Torwart Putz vorbei zum 2:2.

SV Kirchanschöring: Schönberger, Janietz, Ban (46. Streibl), Eder, Peter (70. Birner), Deiter, Willinger, Pöllner, Omelanowsky, Urban (46. Sturm), Jung.

DJK Vilzing: Putz, Wolf, Graf, Kouame (84. Högerl), Völkl (56. Milicevic), Balga, Weber, Wendl, Kalteis, Gmeinwieser (76. Oisch), Schwander.

Tore: 0:1 Gmeinwieser (45.), 1:1 Omelanowsky (51.), 1:2 Gmeinwieser (60.), 2:2 Birner (87.).

Schiedsrichter: Philipp Eckerlein (Wolfersdorf).

Zuschauer: 568. mw