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Suzuka: Vettel zum 34. Mal auf Pole - Mercedes schwach

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Erleichtert
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Sebastian Vettel freut sich über seine Pole Position in Suzuka. Foto: Diego Azubel Foto: dpa
Weltmeister
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Sebastian Vettel war im Abschlusstraining vor der Qualifikation in Suzuka am schnellsten. Foto: Franck Robichon Foto: dpa
Zweiter
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Mark Webber stellte den zweiten Red Bull neben Vettel in die erste Startreihe. Foto: Kimimasa Mayama Foto: dpa
Dritter
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Hinter Vettel und Webber war Jenson Button (r) Drittschnellster. Foto: Diego Azubel Foto: dpa
Bestrafung
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Button wird allerdings wegen eines Getriebewechsels auf Startplatz acht zurückversetzt. Foto: Franck Robichon Foto: dpa
Zu langsam
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Michael Schumacher startet in Japan aus der letzten Reihe. Foto: Franck Robichon Foto: dpa
Konzentriert
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In der Boxengasse verfolgte Sebastian Vettel zwischen den Runden das Geschehen auf der Strecke. Foto: Diego Azubel Foto: dpa

Suzuka (dpa) - Pünktlich zum Formel-1-Endspurt sind der Vettel-Finger und das Lachen des Champions endgültig zurück. Mit breitem Grinsen, geballter Faust und schließlich seinem Markenzeichen, dem gestreckten Zeigefinger, feierte Sebastian Vettel in Suzuka die 34. Pole Position seiner Karriere.


»Das war vielleicht perfekt. Das Auto fühlte sich von Beginn an fantastisch an«, jubelte Vettel nach der Qualifikation zum Großen Preis von Japan am Sonntag. Mit gerade einmal 25 Jahren ist der Heppenheimer damit in der Bestenliste der Fahrer auf Pole Position alleiniger Dritter.

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Allerdings wurde die eindrucksvolle Demonstration der neuen Red-Bull-Stärke erst nach über zwei Stunden Beratungen der Rennkommissare bestätigt. WM-Spitzenreiter Fernando Alonso (194 Punkte) fühlte sich beim Versuch einer schnellen Runde vom Gesamtzweiten Vettel (165) behindert. Um 18.13 Uhr Ortszeit konnte der Champion aufatmen und sich ganz auf die Fortsetzung seiner WM-Aufholjagd am Sonntag konzentrieren. Er kam mit einer Verwarnung der Rennrichter davon. Alonso muss von Platz sechs starten. »Heute war ein guter Schritt, aber Punkte gibt es dafür noch keine. Daher kommt die Hauptaufgabe erst morgen«, mahnte Vettel dennoch.

Red-Bull-Teamchef Christian Horner warnte indes die Konkurrenz des Doppelchampions. »Sebastian ist in Topform«, befand der Engländer, der auch durch den zweiten Startplatz von Vettels Teamkollegen Mark Webber allen Grund zur Freude hatte. Die Red Bulls präsentieren sich derzeit deutlich stärker als McLaren und Ferrari. »Besser kann man es nicht machen. Red Bull ist absolut Top«, lobte auch TV-Experte Niki Lauda.

Vettel profitierte vom Pech seiner WM-Kontrahenten Alonso, Kimi Räikkönen (Lotus) und Lewis Hamilton (McLaren). Als Alonso zu einer schellen Runde ansetzen wollten, landete der WM-Dritte Räikkönen (149) nach einem Dreher im Kies. Durch die folgende Gelbe Flagge wurde der Spanier unfreiwillig ausgebremst und fühlte sich zusätzlich von Vettel behindert. Für den WM-Vierten Hamilton (142) reichte es am Ende nur zu Startplatz neun.

»Das ist zu wenig. Die heutige Qualifikation war eine der enttäuschendsten des ganzen Jahres«, haderte Hamilton und Alonso schwante: »Das wird ein schwieriger Sonntag für uns. Wir brauchen jetzt eine gute Strategie.« Denn Vettel winkt nun der dritte Sieg im vierten Jahr in Suzuka. Damit würde er seinen 29-Punkte-Rückstand auf Alonso weiter verkürzen.

Durch die vierte Pole Position in seinem vierten Japan-Rennen ist der 25-Jährige ein kleines Stück an die Legenden Michael Schumacher (68 Pole Positions) und Ayrton Senna (65) herangerückt. Schumacher, der am Donnerstag seinen endgültigen Rücktritt zum Saisonende angekündigt hatte, erlebte mit Mercedes einen bitteren Nachmittag. Der Rekordweltmeister startet am Sonntag aus der letzten Reihe, Teamkollege Nico Rosberg von Platz 13.

»Katastrophe, um es auf den Punkt zu bringen«, wetterte der künftige Mercedes-Aufsichtsratschef Lauda, der kritische Fragen an Teamchef Ross Brawn ankündigte. »Das ist nicht der richtige Weg. Michael hat im Rennen null Chancen. Wenn Nico die gleichen Probleme hat wie heute, wird es auch nicht weiter nach vorn gehen«, schimpfte Lauda.

Zum dritten Mal in dieser Saison verpassten die Silberpfeile damit die Top Ten. Schumacher war eigentlich auf Platz 13 gefahren, darf wegen seines Auffahrunfalls beim vergangenen Rennen in Singapur allerdings nur von Rang 23 aus beginnen. »Das Auto war irgendwie nicht schnell genug«, haderte der 43-Jährige.

Die übrigen Deutschen Nico Hülkenberg und Timo Glock starten von den Plätzen 15 und 19. Hülkenberg wurde ein Unfall im Abschlusstraining zum Verhängnis, bei dem das Getriebe seines Force India beschädigt wurde und später gewechselt werden musste. Dadurch wurde der Emmericher um fünf Startplätze zurückversetzt.