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Geschwindigkeitsrausch in Monza: 340 Stundenkilometer

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Ferrari-Land
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Im vergangenen Jahr siegte Sebastian Vettel - rechts oben auf dem Podium - in Monza. Foto: David Ebener Foto: dpa

Monza (dpa) - Das Autodromo Nazionale di Monza ist die letzte echte Hochgeschwindigkeitsstrecke im Formel-1-Kalender. Auch wenn der 5,793 Kilometer lange Kurs aus Sicherheitsgründen inzwischen etwas entschärft wurde, sind noch Spitzengeschwindigkeiten bis zu 340 km/h möglich.


Den Rekord hält Antonio Pizzonia. Der Brasilianer erreichte 2004 im Williams-BMW im Königlichen Park 369,9 Stundenkilometer. Jetzt liegt die Durchschnittsgeschwindigkeit bei dem 53 Runden langen Rennen bei über 240 km/h - sofern gute Witterungsbedingungen herrschen. In der Qualifikation rasen die Rennfahrer bei ihrem schnellsten Versuch mit rund 255 Sachen im Schnitt um die Strecke. Auf drei Vierteln einer Runde kann mit Vollgas gefahren werden.

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In Monza werden die Bremsen und Reifen extrem beansprucht. In der ersten Schikane müssen die Piloten mit einer Kraft von 143 Kilogramm am härtesten in die Eisen steigen. Nach Berechnungen der Ingenieure des Bremsen-Lieferanten Brembo drosseln sie dabei das Tempo um 250 km/h und sind vorübergehend 5,38 G ausgesetzt.

Rekord-Weltmeister Michael Schumacher hält auch beim Großen Preis von Italien den Rekord: Er triumphierte jeweils mit Ferrari fünfmal. Titelverteidiger Sebastian Vettel schrieb im Königlichen Park 2008 im Alter von 21 Jahren und 73 Tagen als jüngster Grand-Prix-Gewinner Geschichte. Im Vorjahr siegte er hier erneut.

Monza steht außer Top-Speed für eine zweite Bestmarke: Nirgendwo gastierte die Königsklasse des Motorsports so häufig. An diesem Wochenende findet dort zum 63. Mal der Große Preis von Italien statt.