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Die deutschen Fahrer in der Einzelkritik

Spa-Francorchamps (dpa) - Nach dem schlechtesten Qualifying seit Einführung des aktuellen Format 2006 drehten die deutschen Piloten im Rennen auf. Doppelweltmeister Sebastian Vettel schaffte es beim anfangs chaotischen Großen Preis von Belgien bis auf Platz zwei.

Zweiter
Sebastian Vettel wurde beim Grand Prix von Belgien Zweiter. Foto: David Ebener Foto: dpa

Nico Hülkenberg bejubelte sein bestes Rennergebnis in der Formel 1 als Vierter. Rekordweltmeister Michael Schumacher sorgte in seinem Wohnzimmer in Spa-Francorchamps zudem für Aufsehen.

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Sebastian Vettel: Das hätte sich Vettel nach der verkorksten Qualifikation selbst nicht träumen lassen. Von Platz zehn gestartet profitiert natürlich auch er vom Ausfall der vier vor ihm losgefahrenen Piloten. Vettel leistet sich keine Fehler, überholt seinen Teamkollegen in der neunten Runde. Immer wieder schlägt Vettel in der Schikane zu. Schiebt sich immer weiter vor. Auch die Strategie mit einem späteren Reifenwechsel als der Rest stimmt. Zweiter Platz war wie fast ein Sieg.

Michael Schumacher: Unfassbar! Nach 13 Runden liegt Schumacher auf dem zweiten Platz. Schumacher ist in Spa-Form, kämpft mit allen Mitteln, das bekommt auch Kumpel Vettel zu spüren, als Schumacher vor ihm zum Reifenwechsel abbiegt. In der berüchtigten Eau Rouge wird aber auch Schumacher von einem grandiosen Manöver von Kimi Räikkönen überrascht. Nach der Umstellung von Ein- auf Zweistopp wird Schumacher letztlich Siebter, weil er Getriebeprobleme hat.

Nico Hülkenberg: Das beste Ergebnis in der Karriere des ehemaligen GP2-Champions. Einer der absoluten Gewinner. Er war einer von zwei Fahrern, die auf den härteren Reifen ins Rennen gingen. Konnte dadurch länger draußenbleiben bis zum ersten Boxenstopp. Gestartet von Platz elf, zwischendurch auch mal Zweiter. Am Ende Vierter in seinem Force India.

Nico Rosberg: 18. in der Qualifikation, durch einen Getriebewechsel noch fünf Plätze zurück. Die Karambolage zu Beginn bringt auch ihn nach vorn. Rosberg ist zwischenzeitlich in seinem Mercedes sogar Siebter, letztlich verpasst er die Top Ten als Elfter.

Timo Glock: Auch für Timo Glock machten sich die Ausfälle bemerkbar. Der Wersauer wurde in seinem unterlegenen Marussia 15.