Zwei Männer wegen Kinderpornografie-Vorwürfen vor Gericht

Gerichtsakten
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Ein Staatsanwalt steht vor einem Stapel Gerichtsakten. Foto: Christian Charisius/dpa/Symbolbild Foto: dpa

Regensburg (dpa/lby) - Im Prozess gegen zwei Männer wegen Kinderpornografie vor dem Landgericht Regensburg haben sich Gericht, Anklage und Anwälte am Dienstag kurz nach dem Auftakt zu einem Rechtsgespräch zurückgezogen. Dabei geht es unter anderem darum, über eine angemessene Strafe zu sprechen.


Auf der Anklagebank sitzen ein 57 Jahre alter Jurist aus Regensburg und ein 54 Jahre alter Mann aus Berlin. Das Verfahren gegen einen 29-Jährigen wurde abgetrennt.

Die Männer sollen an der bandenmäßigen Verbreitung von Fotos und Videos des sexuellen Missbrauchs von Kindern über eine Internetplattform beteiligt gewesen sein. Der 54 Jahre alte Angeklagte soll zudem selbst ein anfangs zehnjähriges Mädchen schwer sexuell missbraucht haben, die Freundin seiner Tochter. Sein Anwalt beantragte für diesen Teil der Verhandlung den Ausschluss der Öffentlichkeit.

Die Angeklagten waren nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft in dem über das Darknet erreichbaren Internetforum als Moderatoren und Administratoren tätig. Der 57-Jährige soll zudem fast 900 000 Bilddateien des sexuellen Missbrauchs von Kindern auf seinem Computer gespeichert gehabt haben. In dem Internetportal versteckte er sich hinter dem Namen »Good Uncle« (Guter Onkel). Dem 54-Jährigen wirft die Staatsanwaltschaft vor, sich über ein Jahr lang in acht Fällen an der zu Beginn Zehnjährigen vergangen zu haben.

© dpa-infocom, dpa:210914-99-213925/2


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