Zoll zerschlägt Drogenring: 18 Verdächtige in U-Haft

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«Zoll» steht auf der ballistischen Schutzweste einer Zöllnerin. Foto: Boris Roessler/dpa/Archivbild Foto: dpa

München/Aachen (dpa) - Zollfahnder haben einen international tätigen Drogenring zerschlagen, der große Mengen Crystal Meth und Ecstasy geschmuggelt haben soll. 18 Verdächtige sitzen in Untersuchungshaft, wie das Zollfahndungsamt in München und die Staatsanwaltschaft in Aachen am Freitag mitteilten. Zwischen Mitte 2017 und Anfang 2021 sollen sie in professionellen Verstecken Drogen aus den Niederlanden nach Deutschland gebracht haben. Die Ermittler gehen von rund einer Tonne Crystal Meth und mehreren Hundert Kilo Ecstasy aus.


Die Beamten durchsuchten den Angaben nach Mitte April 30 Wohnungen sowie diverse Geschäftsräume in ganz Deutschland. Allein in Berlin seien es 27 Objekte gewesen. Zeitgleich gab es in den Niederlanden acht Durchsuchungen. Die Beamten fanden dabei unter anderem mehrere Kilogramm Crystal Meth, 60 000 Euro Bargeld sowie Datenträger und Dokumente. Diese sollen nun ausgewertet werden, hieß es.

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Eine weitere Einnahmequelle der Bande war laut Zoll der Betrieb von illegalen Spielhallen in Berlin. Bei den Durchsuchungen stellten die Beamten daher auch 47 manipulierte Spielautomaten sicher. Insgesamt wird gegen 31 Verdächtige ermittelt.

Angestoßen hatte die Ermittlungen demnach ein Dealer aus Bayern, der wiederholt größere Mengen Drogen bei einem der Verdächtigen gekauft haben soll. Dabei sei er erwischt worden. An den Durchsuchungen waren mehr als 430 Beamte des Zolls und der Polizei beteiligt. Im Einsatz waren zudem zahlreiche Spezialkräfte wie etwa die GSG9.

© dpa-infocom, dpa:210423-99-320333/2

Mitteilung (mit Fotos)


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