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Würzburger Kickers bezwingen HSV: »Rasen hat gebrannt«

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Aaron Hunt und Patrick Sontheimer
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Der Hamburger Aaron Hunt und der Würzburger Patrick Sontheimer (l-r.) am Ball. Foto: Timm Schamberger/dpa Foto: dpa

Das war ein starker Sieg! Die Würzburger Kickers bezwingen überraschend Tabellenführer Hamburger SV. Das Schlusslicht aus Unterfranken gibt im Abstiegskampf nochmal richtig Gas.


Würzburg (dpa/lby) - Die Würzburger Kickers haben im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga ein eindrucksvolles Zeichen gesetzt. Dem Schlusslicht gelang am Sonntag beim 3:2 (2:0) gegen Spitzenreiter Hamburger SV eine riesige Überraschung. Dank des vierten Saisonsiegs verkürzte die Mannschaft von Trainer Bernhard Trares den Rückstand auf Relegationsplatz 16 auf nur noch fünf Punkte und hofft auf die Trendwende im Kampf um den Klassenerhalt.

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Martin Hasek (19. Minute) mit seinem Premierentreffer für die lange entschlossen verteidigenden Gastgeber, Douglas (30.) und Patrick Sontheimer (54.) bescherten den Kickers den verdienten Dreier.

»Der Rasen hat gebrannt. Wir haben alles reingeworfen, was drin war und haben unsere Leistung belohnt«, sagte Sontheimer im TV-Sender Sky. »Wir haben uns eins vorgenommen und das ist, nie aufzugeben, egal was ist.« Verteidiger Christian Strohdiek meinte: »Wir haben gezeigt, dass wir auch in diese Liga gehören und jedes Spiel als ein Highlight angehen, in der 2. Bundesliga Fußball zu spielen.«

Selbst der Anschlusstreffer von Jeremy Dudziak (72.) und kurz vor dem Ende das Tor von Bobby Wood (89.) irritierten die Hausherren nicht nachhaltig. In einer turbulenten Schlussphase verlor der HSV auch noch Amadou Onana (90.) durch eine Gelb-Rote Karte.

Die Würzburger standen kompakt und ließen die Hamburger lange nicht zur Entfaltung kommen. Ein Freistoß an den Pfosten von Sonny Kittel (10.) war die beste Chance der Norddeutschen in der ersten Hälfte. Die Hamburger Defensive um den wackligen Torwart Sven Ulreich erwies sich als sehr anfällig.

Ein Befreiungsschlag von Jan Gyamerah prallte von seinem angeschossenen Mitspieler Moritz Heyer in den Lauf von Hasek, bei dessen Führung per Aufsetzer gab Ulreich eine unglückliche Figur ab. Die Würzburger setzten gegen die mit einer Dreierkette in der Verteidigung angetretenen Gäste weiter nach.

Ulreich parierte einen Kopfball von Marvin Pieringer (28.) noch reaktionsschnell mit der rechten Faust, anschließend zeigte sich die HSV-Abwehr jedoch erneut orientierungslos: Daniel Thiounes Mannschaft konnte einen Eckball nicht klären, der im Rückraum lauernde Douglas traf zum verdienten 2:0 zur Pause.

Als die Hamburger nach dem Wiederanpfiff am Drücker schienen, fasste Sontheimer seinen Mut zusammen und erhöhte mit einem Fernschuss. Erneut griff die HSV-Defensive die Gegenspieler nicht entschlossen an. Die Würzburger zeigten selbst in der Schlussphase Stabilität, als die Norddeutschen sogar noch auf das 3:3 drängten. Trares klatschte nach dem Abpfiff erleichtert die Kickers-Ersatzbank ab.

© dpa-infocom, dpa:210221-99-532884/3

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