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Wrackteile bei Suche nach Kleinflugzeug entdeckt

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Rettung Notruf 112
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Ein Sanitäter vor einem Rettungswagen mit der Nummer des Notrufes. Foto: Jens Kalaene/Archivbild Foto: dpa

Ein Flugzeug verschwindet über dem Süden Bayerns vom Radar. Helfer finden Wrackteile in den Bergen im Berchtesgadener Land. Nebel und die schwere Zugänglichkeit des Geländes erschweren die Suche.


Schneizlreuth (dpa/lby) - Bei der Suche nach einem vermissten Kleinflugzeug in Oberbayern hat die Polizei Wrackteile gefunden. »Der Polizeihubschrauber hat Teile eines Flugzeugs auf dem Bogenhorn entdeckt«, sagte eine Polizeisprecherin am Freitag. Man werde nun versuchen, schnellstmöglich Einsatzkräfte auf den Gipfel zu bringen.

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Dies gestalte sich schwierig, da der 1475 Meter hohe Berg bei Schneizlreuth im Landkreis Berchtesgadener Land sehr steil und nur schwer zugänglich sei. Außerdem sei das Wetter weiterhin sehr trüb, sagte die Sprecherin. Die Wrackteile seien rund 100 Meter unterhalb vom Gipfel gesichtet worden.

Das Kleinflugzeug war am Donnerstag von Tirol nach Salzburg unterwegs, als es vom Radar der deutschen Flugsicherung verschwand. Ein Zeuge soll laut Polizei einen lauten Knall gehört haben. Zum Piloten des Kleinflugzeugs wollte die Polizei bislang keine Angaben machen.

Das Absturzgebiet ist wegen der hohen Berge unwegsam. Schneizlreuth liegt am Fuße des Bogenhorns. »Links und rechts von der Ortschaft geht es steil hoch zu verschiedenen Gipfeln«, sagte die Sprecherin.

Mehr als 60 Helfer der Bergwacht und der alpinen Einsatzgruppe der Polizei sowie drei Hubschrauber waren nach Angaben der Polizei im Einsatz. Auch Kriminalpolizei und Feuerwehr beteiligten sich an der Suche.

»Ein Teil der Einsatzkräfte hat sich sofort nach der Sichtung der Teile zu Fuß auf den Weg gemacht«, sagte die Sprecherin. Weitere Helfer sollen mit einem speziellen Hubschrauber, der eine Winde besitzt, an einem Seil zur Unfallstelle gebracht werden. Sie sollen den Piloten suchen und bergen. Außerdem suchen sie nach weiteren Menschen. »Wir wissen nach wie vor nicht, ob weitere Personen in dem Flugzeug waren«, sagte die Polizeisprecherin.

Die Helfer hatten die Suche am Freitagmorgen fortgesetzt, nachdem sie am Donnerstagabend gegen 21.30 Uhr abgebrochen worden war. Wegen des Nebels und der Dunkelheit wurde die Suchaktion für die Helfer zunehmend gefährlicher.