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Wolbergs bei OB-Wahl in Regensburg auf Rang 3

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Joachim Wolbergs
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Der suspendierte Regensburger Oberbürgermeister Joachim Wolbergs. Foto: Armin Weigel/dpa/Archivbild Foto: dpa

Vor vier Jahren geriet Regensburgs Oberbürgermeister Joachim Wolbergs wegen Korruptionsvorwürfen ins Visier der Staatsanwaltschaft. Seitdem kämpft er um seine Rehabilitation. Trotz Suspendierung trat er bei der Kommunalwahl an.


Regensburg (dpa/lby) - Der suspendierte und wegen Korruptionsverdacht vor Gericht stehende Regensburger Oberbürgermeister Joachim Wolbergs ist nicht wiedergewählt worden. Bei der Kommunalwahl am Sonntag landete der 49-Jährige mit 17,71 Prozent der Stimmen auf Rang drei. Sichtlich enttäuscht trat Wolbergs am Abend vor die Presse. Er sei mit dem Ziel angetreten, in die Stichwahl zu kommen. Dort treten in zwei Wochen nun CSU-Kandidatin Astrid Freudenstein und SPD-Politikerin Gertrud Maltz-Schwarzfischer gegeneinander an.

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Freudenstein kam auf 29,48 Prozent der Stimmen und ihre SPD-Herausforderin auf 22,15 Prozent. Maltz-Schwarzfischer vertritt als Bürgermeisterin Wolbergs seit dessen Suspendierung im Jahr 2017. Die Wahlbeteiligung lag bei 52,72 Prozent.

»Wir freuen uns unwahrscheinlich«, sagte Freudenstein. Sie gehe hochmotiviert in die kommenden zwei Wochen. Bei einem zersplitterten Kandidatenfeld wie in Regensburg seien annähernd 30 Prozent Zustimmung ein riesiger Erfolg, bilanzierte sie. Elf Kandidaten waren in das Rennen um den OB-Posten gegangen. Maltz-Schwarzfischer war ebenfalls froh, in die Stichwahl gekommen zu sein.

Für Wolbergs ist das Ergebnis Niederlage und Achtungserfolg zugleich. Bei der Kommunalwahl 2014 war er für die SPD angetreten und mit gut 70 Prozent gewählt worden. Im Sommer 2016 wurden Ermittlungen gegen ihn wegen Korruptionsvorwürfen bekannt, Anfang 2017 kam er für sechs Wochen in Untersuchungshaft und wurde als OB suspendiert. Im Juli 2019 wurde Wolbergs wegen zwei Fällen der Vorteilsannahme verurteilt. Auf eine Strafe verzichtete das Gericht.

Im Herbst begann ein zweiter Korruptionsprozess, das Urteil könnte Ende April fallen. Aus der SPD trat Wolbergs im Sommer 2019 aus, er kandidierte für die von ihm mitbegründete Wählervereinigung »Brücke«.

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