Wohin mit dem Wild? Jäger vor Herausforderungen

Jäger in Bayern
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Ein Jäger blickt durch sein Fernglas in der Abenddämmerung. Foto: Friso Gentsch/dpa/Archivbild Foto: dpa

Die Jagdzeit auf Reh- und Rotwild hat begonnen. Doch der Lockdown stellt Jäger vor Probleme. Denn: Wohin mit dem geschossenen Wild, wenn die Lokale geschlossen haben?


München (dpa/lby) - Der coronabedingte Lockdown stellt Bayerns Jäger vor Herausforderungen. Normalerweise werde ein beträchtlicher Anteil des erlegten Wildes von Restaurants und Gaststätten abgenommen, sagte Isabel Koch, Sprecherin des Bayerischen Jagdverbandes (BJV). Aufgrund der geschlossenen Gastronomie gestalte es sich jedoch schwierig, Abnehmer zu finden. Auch die Nachfrage von Wildhändlern sei deshalb geringer.

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»Natürlich muss trotzdem gejagt werden. Der Abschussplan muss ja dennoch erfüllt werden«, sagte Koch. Schon im vergangenen Jahr hätten sich Jäger vielerorts zusammengeschlossen, um das Fleisch oder daraus hergestellte Ware an den Konsumenten zu bringen.

»Ein Wildtier zu erlegen und dann einfach zu entsorgen, kommt für uns Jäger keinesfalls in Frage.« Stattdessen würden Stücke, die nicht sofort verkauft werden können, tiefgekühlt und nach Bedarf abgegeben. Der Verband setzt zudem auf Hobby-Köche.

Ein ganzes Reh in der Tiefkühltruhe - das hört sich nach viel an. Metzger könnten dies auf Wunsch verarbeiten und durch die moderne Küche gebe es viele Variationen.

»Nicht mehr nur der klassische Wildbraten mit Knödel und Kraut ist gefragt«, sagte Koch. »Sondern auch Kurzgebratenes vom Grill oder ausgefallene Ideen wie Hirschburger, Pulled Deer oder Gyros.«

© dpa-infocom, dpa:210503-99-443641/2

Bayerischer Jagdverband e.V.


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