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Wirtschaftsethiker Lütge aus Bayerns Ethikrat abberufen

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München (dpa/lby) - Wegen seiner umstrittenen Äußerungen zur Corona-Strategie wurde der Münchner Wirtschaftsethiker Christoph Lütge aus dem bayerischen Ethikrat der Staatsregierung abberufen. »Grund hierfür waren wiederholte öffentliche Äußerungen von Herrn Professor Lütge, die mit der verantwortungsvollen Arbeit im Ethikrat nicht in Einklang zu bringen sind und auf Dauer dem Ansehen des Gremiums Schaden zufügen könnten«, sagte ein Sprecher der Staatsregierung am Freitag in München. Zuvor hatten bereits mehrere Medien darüber berichtet. Die Entscheidung habe das Kabinett bereits am 2. Februar einstimmig getroffen.


Der bayerische Ethikrat berät Ministerpräsident Markus Söder und die Staatsregierung in wichtigen Zukunftsfragen. Das bislang 18-köpfige Gremium unter der Leitung der ehemaligen Münchner Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler wurde am 1. Oktober 2020 eingesetzt.

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Dem Vernehmen nach hatten sich auch andere Mitglieder immer wieder über Äußerungen von Lütge geärgert und bei der Staatsregierung beschwert. Zudem habe er - so heißt es weiter - auch den Anschein erweckt, seine kritischen Äußerungen im Namen des Gremiums zu äußern.

In Lütges Twitteraccount finden sich viele ablehnende Aussagen zur Lockdown-Strategie von Bund und Ländern. »Die heutigen Beschlüsse machen fassungslos. Einfach nur fassungslos. Merken Merkel, Söder und Co. nicht, wie stark längst die Stimmung gekippt ist?«, heißt es etwa zu den Beschlüssen in dieser Woche, wonach der Lockdown bis zum 7. März verlängert wird. Ende Januar twitterte er: »Für »verstörend« halte ich die Politik hierzulande, die seit Monaten ständig neue Drohkulissen aufbaut und Angst und Panik verbreitet. Das ist unverantwortlich«.

© dpa-infocom, dpa:210212-99-412838/2

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