weather-image

Wirt tarnt illegale Faschingsparty als Werbefilm-Dreh

1.0
1.0
Polizei Blaulicht
Bildtext einblenden
Ein Blaulicht leuchtet an einer Polizeistreife. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Archivbild

Einige Menschen haben am Wochenende Ärger mit der Polizei bekommen, weil sie sich zu privaten Feiern trafen und damit gegen die Corona-Auflagen verstießen. Eines der größten illegalen Treffen fand am oberbayerischen Walchensee statt, wo die Polizei rund 60 Personen antraf.


München (dpa/lby) - Die Polizei hat am Wochenende in Bayern mehrere illegale Partys und Veranstaltungen aufgelöst. Teils erhielten die Beamten sehr kreative Ausreden der Veranstalter. So etwa in Traitsching in der Oberpfalz, wo ein Wirt der Polizei eine Faschingsparty als Werbefilm-Dreh verkaufen wollte.

Anzeige

Zehn Menschen aus verschiedenen Haushalten hätten sich in seiner Gaststätte in Traitsching (Landkreis Cham) zum Feiern getroffen, teilte die Polizei am Sonntag mit. Die Party vom Samstagabend übertrugen sie per Livestream im Internet. Dem Wirt zufolge handelte es sich dabei um einen Werbefilm für seine Gaststätte. Eine Genehmigung hierfür lag laut Polizei allerdings nicht vor. Der Mann und seine Gäste wurden angezeigt.

Besuch von der Polizei bekamen auch drei Paare in einem Hotel im Bayerischen Wald. Bei der Kontrolle einer Chalet-Anlage in Bodenmais (Landkreis Regen) hatten die Beamten nach eigener Aussage erhebliche Zweifel am beruflichen Aufenthalt der Gäste. Die Beamten gingen mit Blick auf den Valentinstag von einem privaten Hintergrund aus, teilte die Polizei mit. Sie hatte demnach telefonisch einen Hinweis auf die Hotelgäste erhalten.

Die drei Paare stammen aus München, Wiesbaden und Rosenheim. Sie müssen ein Bußgeld zahlen. Der Betreiber der Anlage erhielt eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz. Angesichts der Corona-Krise sind private Urlaubsreisen zurzeit verboten.

In Jachenau im oberbayerischen Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen trafen sich rund 60 Mitglieder eines Clubs von Eisschwimmern. Sie hatten sich am Walchensee versammelt. Ein Autofahrer, der das Treffen beobachtete, verständigte die Polizei. Die Veranstaltung sei danach aufgelöst worden, berichtete ein Polizeisprecher. Mehrere Dutzend Menschen erhielten Anzeigen.

Ebenfalls nach einem Zeugenhinweis überprüfte die Polizei einen Friseurladen in Burghausen, in dem laut des Mitteilers verbotene Dienstleistungen durchgeführt werden sollten. Frisch geschnittene Haare, die im Laden auf dem Boden lagen, bestätigten den Verdacht. Insgesamt vier Personen aus drei verschiedenen Haushalten wurden angetroffen, überprüft und angezeigt.

In Weidenberg in Oberfranken nutzte eine 15-Jährige die Abwesenheit ihrer Eltern, um eine Hausparty abzuhalten. Die Polizei traf zwölf Gäste im Alter von 14 bis 21 Jahren an. Bei einem der Partygäste fanden die Beamten eine geringe Menge einer Marihuana-Tabakmischung.

© dpa-infocom, dpa:210214-99-435040/3


Mehr aus Bayern und der Region
Einstellungen