»Wir sind Kirche«: Papst stärkt Marx den Rücken

Gläubige strecken ihre Hände aus, um Papst Franziskus zu berühren
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Gläubige strecken ihre Hände aus, um Papst Franziskus während seiner wöchentlichen Generalaudienz im Vatikan zu berühren. Foto: Alessandra Tarantino/AP/dpa Foto: dpa

München/Rom (dpa) - Die katholische Reformbewegung »Wir sind Kirche« sieht die schnelle Antwort aus Rom als »brüderliche Rückenstärkung« für Kardinal Reinhard Marx. Der Brief sei auch eine Aufforderung an Marx, »sich hier in seinem Bistum und auf dem Reformkurs der katholischen Kirche in Deutschland auch weiterhin mit seiner Kraft und Kompetenz einzusetzen«, sagte »Wir sind Kirche«-Sprecher Christian Weisner. »Es ist ein Zeichen, dass es mehr noch als eines personellen Wechsels eines strukturellen, mentalen und spirituellen Wechsels bedarf.«


Der Papst mache deutlich, »dass die Kirche keinen Schritt nach vorne tun kann«, ohne »die Katastrophe des sexuellen Missbrauchs in der Kirche und ihres Umgangs damit anzunehmen«, sagte Weisner.

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Papst Franziskus hatte den Rücktritt des Erzbischofs von München und Freising am Donnerstag überraschend schnell abgelehnt. »Mach weiter, so wie Du es vorschlägst, aber als Erzbischof von München und Freising«, schrieb das Oberhaupt der katholischen Kirche in einem Brief an Marx, den der Heilige Stuhl veröffentlichte.

© dpa-infocom, dpa:210610-99-937994/2

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PM

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