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Waldkraiburger Bürgermeister »unendlich erleichtert«

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Waldkraiburg
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Das Ortschld von Waldkraiburg ist am Ortseingang zu sehen. Foto: Angelika Warmuth/dpa/Symbolbild Foto: dpa

Waldkraiburg (dpa/lby) - Die Anschläge von Waldkraiburg haben dem Ersten Bürgermeister zufolge die Bürger zusammengeschweißt. »Schon kurz nach der Tat war schnell klar, dass zwei Eigenschaften unsere Stadtgemeinschaft prägen: Solidarität und Zusammenhalt«, sagte Robert Pötzsch (Unabhängige Wählergemeinschaft Waldkraiburg/UWG) der Deutschen Presse-Agentur. Dem Täter wolle man keine Plattform bieten, »indem wir unseren Alltag stilllegen«. Daher gehe die Arbeit an allen anderen aktuellen Projekten selbstverständlich weiter.


Ein 25-jähriger Deutscher wird beschuldigt, mehrere Anschläge auf Geschäfte türkischstämmiger Inhaber in der Stadt im Landkreis Mühldorf am Inn verübt zu haben. Außerdem hat er nach Angaben der Bundesanwaltschaft Bombenanschläge auf Moscheen geplant. Er wurde festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft.

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»Ich bin unendlich erleichtert, dass die Ermittlungsarbeiten der Polizei zu einem schnellen Erfolg geführt haben«, sagte Pötzsch weiter. »Gleichzeitig ist es beunruhigend, dass gezielter Terror aus einer Ecke, die unsere Demokratie angreift, um sie zu zerstören, in dieser Stadt ausgeübt wurde. Dennoch: Das ist eine kriegsähnliche Maschinerie, die nicht alleine oder speziell die Waldkraiburger direkt angreift, sondern das Land, in dem wir leben.«

In der Stadt mit mehr als 25 000 Einwohnern leben Pötzsch zufolge Menschen aus 100 Nationen. »Wir wollen nach diesen Ereignissen die Gemeinschaft in unserer Stadt noch weiter stärken und haben uns daher dazu entschlossen, die Bürger einzuladen, um ihr eigenes Waldkraiburg zu entwickeln«, erklärte der Rathauschef. Bei einer Veranstaltung unter dem Motto »Wie wollen wir Gemeinschaft in Waldkraiburg gestalten« sollen Bürger mitdiskutieren. Aufgrund der Corona-Pandemie sei dafür zwar eine Anmeldung notwendig, um die Teilnehmerzahl zu kontrollieren. Es zeige aber, »dass wir die Vorfälle sehr ernst genommen haben und nach wie vor nehmen«, sagte Pötzsch.

Mitteilung der Bundesanwaltschaft

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