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Von Nazis geraubtes Aquarell bei Auktion in München entdeckt

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München/Halle (dpa) - Das Kunstmuseum Moritzburg in Halle hat ein von den Nationalsozialisten geraubtes und in München jetzt wiederentdecktes Aquarell des Expressionisten Christian Rohlfs zurückerhalten. Die »Studie nach einem Baumstamm« sei 1937 im Zuge der Aktion »Entartete Kunst« aus dem Städtischen Museum für Kunst und Kunstgewerbe in Halle beschlagnahmt worden, teilte am Mittwoch das Auktionshaus Ketterer Kunst in München mit. Kunstexperten des Auktionshauses hatten die Herkunft des Bildes entdeckt und es nicht wie geplant versteigert.


Nach Einschätzung von Kunsthistorikern malte Rohlfs (1849-1938) das Aquarell um 1911 während seines Aufenthaltes in Bayern. 1914 erwarb das Museum in Halle die Studie mit drei weiteren Aquarellen, von denen zwei immer noch verschollen sind. Nach der Beschlagnahme durch die Nazis erwarb laut Ketterer der Kunsthändler Hildebrand Gurlitt die »Baumstamm«-Studie 1940 gegen Devisen von den NS-Behörden erworben. Anschließend habe sich die Spur des Werkes verloren und es galt als verschollen. Die letzten Jahrzehnte sei das Aquarell Teil einer traditionsreichen Privatsammlung gewesen. Das Museum habe der Familie das Werk nun »zu einem fairen Preis« abgekauft.

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Pressemitteilung Kunstmuseum Moritzburg

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