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Von Brunn fordert Aufklärung über teuren Schutzmasken-Kauf

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Florian von Brunn
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Florian von Brunn (SPD), Mitglied des Landtags. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Archivbild Foto: dpa

München (dpa/lby) - Der SPD-Landtagsabgeordnete Florian von Brunn fordert vom Gesundheitsministerium Aufklärung über einen Ankauf teurer Schutzmasken bei einer Schweizer Firma im März 2020.


Das Ministerium hatte den Kauf in einer Antwort auf eine erste Anfrage von Brunns verteidigt. Anfang März 2020 habe man bei der Schweizer Firma unter anderem »Atemschutzmasken des Typus FFP2/KN95« zum Stückpreis von 8,90 Euro beschafft. »Die Preise waren hoch, bewegten sich aber in einem für die damaligen Verhältnisse realistischen Rahmen für kurzfristig lieferbare Schutzausrüstung.«

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Von Brunn hakt nun in zweierlei Hinsicht nach: Zum einen will er in einer Nachfrage an das Ministerium wissen, ob es sich bei den Masken tatsächlich um zertifizierte FFP2- oder KN95-Masken gehandelt habe, wie das gegebenenfalls überprüft worden sei und welche Behörden, Institutionen und Einrichtungen die Masken damals bekommen hätten.

Zum anderen hinterfragt von Brunn die erste Antwort des Ministeriums auch in dem Punkt, dass damals im gleichen Zeitraum keine vergleichbaren Artikel beschafft worden seien. Denn nachweislich der EU-Beschaffungsdatenbank seien im März 2020 sehr wohl auch Masken bei anderen Lieferanten eingekauft worden, zum Teil zum Preis von knapp drei Euro. Von Brunn wirft dem Ministerium deshalb »Täuschung« vor. Die »Augsburger Allgemeine« hatte als Erstes darüber berichtet.

© dpa-infocom, dpa:210215-99-452440/2


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