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Verband für Tram statt Seilbahn

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Zwei Gondeln einer Seilbahn
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Zwei Gondeln einer Seilbahn sind am Himmel zu sehen. Foto: Arne Dedert/Archivbild Foto: dpa

München (dpa/lby) - Während Städte vielerorts mit Seilbahnen als neues Verkehrsmittel liebäugeln, favorisiert der Landesverband des Verkehrsclubs VCD weiter grundsätzlich die Straßenbahn. »Wir haben momentan das Gefühl, dass die Seilbahn gehypt wird und genutzt wird, um den Bau von neuen Straßenbahnen zu behindern, weil die Straßenbahn Platz vom Autoverkehr wegnimmt«, sagte der bayerische Landesvorstand des Verkehrsclubs Deutschland (VCD), Christian Loos, am Dienstag.


In München hat etwa der Stadtrat eine Machbarkeitsstudie zu einer möglichen Seilbahn über dem Frankfurter Ring beschlossen. Damit blieben dort aber sechs Fahrspuren bestehen, sagte Loos. Eine Seilbahn würde somit den Umstieg auf den öffentlichen Verkehr nicht in dem gewünschten Maße fördern. Auch bei einer Umlandverbindung zwischen Dachau und Garching plädiert der Verband für eine Tram anstatt einer Seilbahn. »Die Straßenbahn bietet eine attraktive Reisegeschwindigkeit und ist durch viele Haltestellen für die potenziellen Nutzer sehr gut zu erreichen.«

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Bei einer Tram könne man etwa alle 300 bis 600 Meter eine Haltestelle bauen, sagte Loos. Eine Seilbahn hingegen sei technisch auf wenige Stationen ausgelegt. Seilbahnen seien allerdings günstig für Punkt-zu-Punkt-Verbindungen oder wenn bestimmte Landschaften überwunden werden müssten wie Flüsse, Täler oder Naturschutzgebiete.