Trachtenverbands-Chef über »Partygwand« und Oktoberfestmode

Wildsteig (dpa/lby) - Max Bertl, Vorsitzender des Bayerischen Trachtenverbandes, sieht modische Trends bei Dirndl und Lederhose locker. »Mit dem Partygwand kann ich nicht viel anfangen. Aber es wär verkehrt, wenn ich sagen tät, dass das ein Krampf ist«, sagte Bertl dem »Münchner Merkur« (Samstag). Auch Frauen in kurzen Lederhosen seien nicht so seine Sache. »Aber da bin ich tolerant, weil alles andere nix bringt.« Nur bei der Wortwahl ist er genau: »Ich werd ja öfter angerufen, wenn das Oktoberfest losgeht und gefragt, was ich zur Tracht dort sag. Da nehm ich mir dann schon raus, dass ich sag: Das ist keine Tracht, das ist ein Oktoberfestgwand.«


In Tracht fühle sich Bertl besonders wohl. Wie hält er es mit Jeans? »Ich hab keine, nie eine gehabt«, verriet Bertl. »Und das ist keine Abwertung der Jeans. Aber die passt nicht zu mir.« 2011 war Bertl aus Wildsteig (Landkreis Weilheim-Schongau) im Alter von 65 Jahren zum Vorsitzenden des Verbandes gewählt worden. Nun wird er dieses Amt bald abgeben. Langweilig werde ihm aber nicht. »Wir haben einen großen Garten, da werd ich meiner Frau wieder mehr helfen«, erzählte er. »Ich geh ein bisserl auf die Jagd und überlege gerade, ob ich mir ein Elektrorad zulege. Fad wird mir sicher nicht.«

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© dpa-infocom, dpa:210424-99-336754/2

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