Tödlich verletzt und keine Hilfe geholt: Männer vor Gericht

Justiz
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Ein Justizbeamter steht in einem Gerichtssaal. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild Foto: dpa

Hof (dpa/lby) - Zwei Männer sollen im oberfränkischen Rehau (Landkreis Hof) einen 43-Jährigen mit Schlägen traktiert und tödlich verletzt haben - seit Freitag stehen sie deswegen vor Gericht. Ihnen wird Körperverletzung mit Todesfolge und Totschlag durch Unterlassen vorgeworfen, wie das Landgericht Hof zum Prozessauftakt mitteilte.


Hof (dpa/lby) - Zwei Männer sollen im oberfränkischen Rehau (Landkreis Hof) einen 43-Jährigen mit Schlägen traktiert und tödlich verletzt haben - seit Freitag stehen sie deswegen vor Gericht. Ihnen wird Körperverletzung mit Todesfolge und Totschlag durch Unterlassen vorgeworfen, wie das Landgericht Hof zum Prozessauftakt mitteilte.

Die zur Tatzeit 18- und 34-jährigen Männer sollen im Juli gemeinsam mit ihrem späteren Opfer in der Wohnung des 34-Jährigen getrunken haben. Spätabends kam es laut Staatsanwaltschaft dann zur Auseinandersetzung - weil der 43-Jährige nach Meinung der beiden anderen unpassende Kommentare abgegeben habe, während sie auf einer Spielkonsole zockten, so der Vorwurf.

Sie sollen ihn mit Fäusten im Gesicht und am Oberkörper geschlagen haben, der 34-Jährige soll außerdem auf ihn gesprungen sein. Über Nacht schickten sie das stark blutende Opfer demnach ins Badezimmer. Der 43-Jährige starb am Tag darauf, weil er Blut einatmete. Er hatte gebrochene Rippen, einen Einriss in der Speiseröhre und massive Verletzungen im Mund-Rachen-Bereich. Ein Notarzt hätte ihn laut Staatsanwaltschaft noch retten können - die beiden sollen aber keine Hilfe geholt haben. Der Prozess geht am Dienstag weiter.

© dpa-infocom, dpa:220114-99-710338/2


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