Tierschützer: Hunderte illegale Transporte junger Welpen

Illegaler Welpenhandel
Bildtext einblenden
Fünf Welpen sitzen in einem Käfig in einem von Fahndern angehaltenen Fahrzeug. Foto: Armin Weigel/dpa/Archivbild Foto: dpa

Dingolfing (dpa/lby) - Bayerische Tierschützer haben Deutschland und die EU aufgefordert, den illegalen Transporten von Hunde- und Katzenwelpen Einhalt zu gebieten. Mehrmals wöchentlich werde das Notfallhandy des Bayerischen Landestierschutzverbandes angerufen, teilte dieser mit. Die illegal ins Land gebrachten Tiere würden nicht mehr nur im Grenzbereich aufgegriffen, sondern auch auf Rastplätzen und bei Zufallskontrollen.


Vor allem Katzenjunge und Hundewelpen würden viel zu früh von ihren Müttern getrennt und seien krank oder besonders anfällig für Krankheiten. »Nicht selten sterben die Tiere dann doch in den Tierheimen oder bei den Tierärzten buchstäblich unter den Fingern weg«, teilte die Verbandspräsidentin Ilona Wojahn mit.

Anzeige

Allein in diesem Jahr seien bisher etwa 400 illegal transportierte Tiere entdeckt worden. Es sei davon auszugehen, dass dies nur die Spitze des Eisbergs sei, hieß in der Mitteilung. Der Transport der häufig nicht geimpften Tiere berge auch das Risiko der Übertragung von Erregern.

Infolge der Corona-Pandemie sei die Nachfrage nach Haustieren gestiegen, was allerdings »zu Lasten der Tiere« gehe, hieß es. Demnach beobachteten Tierschützer, dass nicht nur Händler die Tiere einführten, sondern auch Privatpersonen vermehrt versuchten, mit geschmuggelten Tieren Geld zu verdienen.

© dpa-infocom, dpa:210430-99-412217/2

Tierschutzbund Bayern


Mehr aus Bayern und der Region
Einstellungen