Tierpark Hellabrunn: Weniger Besucher, mehr Tiernachwuchs

Jungelefant Otto
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Elefantenbulle Otto läuft im Tierpark Hellabrunn mit seiner Mutter Temi durch sein Gehege. Foto: Lennart Preiss/Lennart Preiss Fotografie/dpa/Archivbild Foto: dpa

München (dpa/lby) - Im Corona-Jahr 2020 sind im Tierpark Hellabrunn mehr Tiere auf die Welt gekommen, als in den Jahren zuvor. Nachwuchs habe es unter anderem bei den Roten Pandas, den Kunekune-Schweinen und den Schwarzstörchen gegeben, teilte der Zoo am Mittwoch bei der Vorlage seines Geschäftsberichts mit. Insgesamt kamen demnach 420 Tiere zur Welt, 11 mehr als im Jahr zuvor. Höhepunkt sei die Geburt des Elefantenbullen Otto am 11. November gewesen, der sich seitdem prächtig entwickle. Er bringe mittlerweile satte 430 Kilogramm auf die Waage, sagte Tierparkdirektor Rasem Baban.


Weniger schön waren die Auswirkungen der Corona-Pandemie, war der Zoo doch an 116 Tagen geschlossen. Laut Geschäftsbericht kamen im vergangenen Jahr nur rund 750.000 Besucher. 2019 waren es mehr als 2,7 Millionen gewesen. Wichtige Einnahmen aus Eintrittsgeldern und Pachteinnahmen bei den Gastronomiebetrieben fielen deshalb weg. Mit Hilfe eines Rettungspaketes der Stadt München sei die Zukunft aber gesichert worden, erklärte Baban.

Trotz der Schließungen lief der Betrieb weiter - vor allem mehrere Tausend Tiere mussten versorgt werden. Dem Geschäftsbericht zufolge erhielten sie 2020 rund 635 Tonnen Futter, darunter Heu, Gemüse, Obst, Fisch, Fleisch und Stroh.

Mehr als 3000 Zootiere mussten zum Arzt - etwa weil sie geröntgt oder geimpft wurden oder weil sie krank oder verletzt waren. Einige Tiere starben, darunter das Orang-Utan-Weibchen Matra. Sie sei mit 44 Jahren an Herz-Kreislauf-Versagen gestorben.

© dpa-infocom, dpa:210721-99-463674/2

Tierpark-Geschäftsbericht 2020


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