Tierheim in Flammen: Dutzende Katzen und Hunde sterben

Ein Blaulicht leuchtet auf einem Einsatzwagen der Feuerwehr
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Ein Blaulicht leuchtet auf einem Einsatzwagen der Feuerwehr. Foto: picture alliance / Stephan Jansen/dpa/Symbolbild Foto: dpa

Ein Tierheim in Unterfranken steht in Flammen. Fenster zersplittern, der Dachstuhl stürzt ein. Dutzende Tiere sterben in dem Gebäude.


Münnerstadt (dpa) - Bei einem Großbrand in einem Tierheim in Unterfranken sind knapp 60 Tiere ums Leben gekommen. Drei Hunde und mehr als 50 Katzen verendeten in den Flammen, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Zuvor waren die Beamten von mehr als 60 getöteten Katzen ausgegangen. Das Feuer war am Mittwochabend vermutlich durch einen technischen Defekt ausgelöst worden. Ein Teil des Gebäudes brannte vollständig ab.

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Die Polizei erreichte am Mittwoch gegen 20.20 Uhr ein »verzweifelter Notruf«. Hörbar geschockt hatte den Beamten zufolge eine Zeugin die »dramatische Situation« am Tierheim Wannigsmühle bei Münnerstadt im Landkreis Bad Kissingen geschildert: dichter Rauch, offene Flammen, durch die Hitze geplatzte Fensterscheiben.

Mehr als 70 Feuerwehrleute, Notärzte, Polizisten und Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks rückten an. Bevor die Rettungskräfte eintrafen, hatten Mitarbeiter einige Tiere retten können. Während der Löscharbeiten krachten Teile des Dachstuhls ein, wie die Polizei berichtete. Im ersten Stock waren zahlreiche Katzen untergebracht.

»Menschen kamen mit Tiertransportboxen, um zu helfen«, berichtete Kreisbrandmeister Alexander Marx, der vor Ort war. Tierheim-Mitarbeiter hätten die jaulenden Hunde in den angrenzenden Zwingern beruhigt. Auch Veterinäre und der Betreiber eines Tierheims im Nachbarlandkreis seien gekommen, um Hilfe anzubieten. Die Beamten schätzen den Schaden auf einen mittleren sechsstelligen Bereich.

© dpa-infocom, dpa:210610-99-935207/3

Pressemitteilung Polizei


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