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Spitzenforscher wollen deutschen Quantencomputer entwickeln

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«Munich Quantum Valley»
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Markus Söder (CSU) nimmt an der Unterzeichnung eines «Memorandum of Understanding» zur Gründung der Forschungsinitiative «Munich Quantum Valley» teil. Foto: Peter Kneffel/dpa Foto: dpa

München (dpa/lby) - Münchens führende Wissenschaftler und Hochschulen wollen gemeinsam die Quantenforschung im Freistaat und die Entwicklung des ersten deutschen Quantencomputers vorantreiben. Am Montag gründeten dazu die Bayerische Akademie der Wissenschaften, die Fraunhofer-Gesellschaft, die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München, die Max-Planck-Gesellschaft und die Technische Universität München (TUM) das »Munich Quantum Valley«. Der Freistaat Bayern unterstützt das Vorhaben mit 300 Millionen Euro.


»Ein Quantencomputer öffnet ein völlig neues Tor in die Welt des Computers«, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bei der Unterzeichnung der Zusammenarbeitserklärung. Ein solcher Computer biete heute »nicht absehbare Möglichkeiten« und werde Fragen beantworten, die die Menschen heute nicht einmal denken würden.

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Perspektivisch - dem Vernehmen nach in den nächsten fünf bis zehn Jahren - soll auf Basis der Kooperation München zu einem national und europaweit führenden und konkurrenzfähigen Standort für Quantenwissenschaften und -technologien ausgebaut werden. Langfristig sei das Ziel, die gemeinsame Entwicklung von Hard- und Software für Quantencomputer. »In den trostlosen Corona-Zeiten ist das ein Zeichen für Hoffnung und den Start in eine bessere Welt«, betonte Söder.

Die Initiative »Munich Quantum Valley« solle ferner ein leistungsfähiges »Ökosystem von Wirtschaft und Wissenschaft« etablieren, hieß es weiter. Dazu sollen Spitzenforscher nach Bayern gelockt und neue ausgebildet werden. Auch die Kooperation mit Industrie und Wirtschaft soll vorangetrieben werden.

Ein Quantencomputer speichert Informationen nicht in Form von Bits, die nur zwei mögliche Zustände annehmen können, nämlich Eins oder Null. Ein »Qubit« eines Quantencomputers kann stattdessen beides gleichzeitig sein, also Eins und Null. Das Quantenteilchen hält solange beide Zustände inne, bis man es sich ansieht oder misst. Damit können Quantencomputer theoretisch um ein Vielfaches schneller und leistungsfähiger sein als herkömmliche Rechner.


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