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Sommerreifen auf schneeglatten Straßen: Zahlreiche Unfälle

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Rettungswagen
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Ein Rettungswagen der Feuerwehr fährt mit Blaulicht durch eine Straße. Foto: Marcel Kusch/dpa/Symbolbild Foto: dpa

Der April macht, was er will: Schnee haben viele Autofahrer im Freistaat aber offenbar nicht mehr erwartet und zu früh ihre Reifen gewechselt.


Lichtenfels/München (dpa/lby) - Schnee und Eis haben auf bayerischen Straßen für zahlreiche Glätteunfälle gesorgt. Viele Autofahrer rechneten wohl nicht mehr mit dem Winterwetter. Den Berichten der Polizeistationen zufolge waren Sommerreifen in den vergangenen Tagen eine der Hauptunfallursachen im Freistaat.

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Im oberfränkischen Landkreis Lichtenfels führte die Schneeglätte laut Polizei gar zu einem »kurzzeitigem Verkehrschaos«. Am Dienstagmorgen gab es innerhalb von zwei Stunden gleich zehn wetterbedingte Verkehrsunfälle. Die meisten Unfallfahrer kamen hier wie in ganz Bayern aber glimpflich mit Blechschäden davon.

Eine 22-jährige Frau starb bei einem Frontalzusammenstoß mit einem Linienbus im niederbayerischen Oberschneiding (Landkreis Straubing-Bogen). Sie war laut Polizei am Mittwochmorgen wegen der winterlichen Straßenverhältnisse auf die Gegenfahrbahn geraten. Die junge Frau starb noch an der Unfallstelle. Der 58-jährige Busfahrer und ein 32-jähriger Fahrgast kamen mit jeweils schweren und leichten Verletzungen in ein Krankenhaus.

Glück im Unglück hatte auch ein Autofahrer auf der Autobahn 6 bei Leuchtenberg (Landkreis Neustadt an der Waldnaab) in der Oberpfalz. Schwere Eisbrocken lösten sich am Dienstagmorgen von einem vor ihm fahrenden Lastwagen und durchschlugen seine Windschutzscheibe. Der 27-Jährige blieb unverletzt.

Im unterfränkischen Oberelsbach (Landkreis Rhön-Grabfeld) rutschte am Dienstagmorgen eine 23-Jährige mit ihrem Auto eine Böschung hinab. Sie überschlug sich und kam auf dem Dach zum Liegen. »Sie konnte sich selbst aus dem Fahrzeug befreien und blieb glücklicherweise unverletzt«, teilte die Polizei am Mittwoch mit.

Gleich mehrere Fahrzeuge krachten am Dienstagabend auf der Autobahn 9 bei Hilpoltstein (Landkreis Roth) zusammen, weil eine 53-jährige Autofahrerin mit ihren Sommerreifen nicht bremsen konnte. Sie geriet auf der glatten Straße ins Schleudern, ein 36-Jähriger mit Sommerreifen und ein weiterer Autofahrer fuhren auf. Der 34-Jährige und seine Beifahrerin kamen in ein Krankenhaus.

Laut dem Deutschen Wetterdienst müssen Autofahrer in Bayern noch bis mindestens Donnerstag mit Schneefällen rechnen. Zum Ende der Woche wird es wieder frühlingshafter im Freistaat und die Temperaturen nähern sich örtlich der 20-Grad-Marke. Der ADAC empfiehlt zwar den Wechsel auf Sommerreifen in der Zeit um Ostern. Allerdings sollten keine Schneefälle mehr vorausgesagt werden.

© dpa-infocom, dpa:210407-99-109905/3

Sommerreifenratgeber des ADAC


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