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Software-Firma entschuldigt sich für Wahlauszählungs-Debakel

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Nürnberg (dpa/lby) - In der Affäre um die noch immer nicht mit letzter Sicherheit ausgezählten Stimmen bei der Stadtratswahl in Nürnberg hat sich der Softwareanbieter beim amtierenden Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD) entschuldigt. Die Stadt Nürnberg hatte bei der Kommunalwahl erstmals die Software OK.Vote der Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB) eingesetzt - und damit große Probleme bekommen. Zehn Tage nach dem Wahltag am 15. März ist immer noch kein gesichertes Endergebnis da. Mehrere Kandidaten müssen um den Einzug in die Kommunalvertretung bangen, weil an den vorläufigen Ergebnissen noch Korrekturen wahrscheinlich sind.


Die Software habe sich als unkomfortabel in der Handhabung und als zeitraubend erwiesen, teilte die Stadt Nürnberg am Mittwoch mit. »Das System ist immer wieder abgestürzt«, hieß es in der Mitteilung. Dieser zufolge schrieb der Softwareanbieter seinerseits: »Dass es (...) am Abend der bayerischen Kommunalwahl vom 15. März 2020 zu weitreichenden technischen Problemen mit OK.Vote gekommen ist, ist völlig unbefriedigend und hätte nicht passieren dürfen. Wir tragen hierfür die volle Verantwortung.« Probleme mit der Software hatten auch andere Gemeinden etwa in Unterfranken.

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Nürnberg droht wenige Tage vor der Stichwahl um das Amt des Oberbürgermeisters zwischen dem SPD-Bewerber Thorsten Brehm und seinem CSU-Kontrahenten Marcus König bereits das nächste Problem: Viele Nürnberger hatten am Dienstag noch keine Briefwahlunterlagen zugesandt bekommen. Die Briefwahl ist aus Furcht vor dem Coronavirus die einzige Methode, mit der die Stimme abgegeben werden kann.

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