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Söder: Infektions-Grenze zentrales Element bei Lockerungen

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Markus Söder (CSU)
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Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern. Foto: Sven Hoppe/dpa/Archivbild Foto: dpa

Berlin (dpa) - Die von Bund und Ländern vereinbarte Obergrenze für neue Corona-Infektionen ist für Bayerns Ministerpräsident Markus Söder der wichtigste Punkt im Lockerungs-Konzept. Die »Notbremse« sei eine Notfallpolice, die allen aufzeige, wann wieder eingeschritten werden müsse, sagte der CSU-Chef am Mittwoch nach der mehrstündigen Schaltkonferenz von Bund und Ländern im Bundeskanzleramt in Berlin. Dies sei das »zentrale Element« aller Planungen. Nur so könne mit regionalen Pandemie-Plänen »mit mehr Personal, mehr Tests, mit mehr Containment vor Ort« rechtzeitig verhindert werden, dass das öffentliche Leben wieder landesweit heruntergefahren werden müsse.


Die Länder sollen laut Beschluss sicherstellen, dass in Landkreisen oder kreisfreien Städten mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen sofort wieder ein konsequentes Beschränkungskonzept umgesetzt wird.

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Söder sagte, generell sei aufgrund der sinkenden Ansteckungszahlen ein »leichtes Aufatmen« angemessen, jedoch bleibe die Sorge. Die Lage könne sich schnell ändern, solange es keine Medikamente und Impfstoffe gebe. »Wir dürfen auf keinen Fall nachlassen in der Ausweitung und Verbesserung des Gesundheitssystems. Es wäre jetzt ein schwerer Fehler, wenn wir die begonnenen Anstrengungen auf halber Strecke einstellen.«

Dazu gehöre, die Gesundheitsämter besser mit qualifiziertem Fachpersonal auszustatten. »Und ehrlicherweise auch ein Stück weit besser zu bezahlen, als es der Fall war. Es muss einer der Topjobs sein beim Staat.« Auch die Zahl der Intensivbetten mit Beatmungssystemen müsse weiter ausgebaut werden. »Wir werden es im Zweifelsfall auch mal dringend brauchen«, sagte Söder.


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