Söder für mehr Impfungen in Betrieben und Familien

Statement CSU-Chef Markus Söder
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Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder gibt ein Statement ab. Foto: Peter Kneffel/dpa-Pool/dpa Foto: dpa

Berlin (dpa) - Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie fordert CSU-Chef Markus Söder, dass deutlich mehr in der Arbeitswelt und in Familien geimpft wird. »Wir brauchen Betriebsimpfungen, wir brauchen Familienimpfungen«, sagte der bayerische Ministerpräsident am Sonntag in der ARD-Sendung »Bericht aus Berlin«. Grund sei, dass in Firmen und Familien eine hohe Ansteckungsgefahr herrsche.


Damit müsse eine weitgehende Freigabe der Impfstoffe einhergehen, sagte Söder. Die Priorisierung nach Alters- und Berufsgruppen sowie Krankheitsbildern sei am Anfang sinnvoll gewesen, »aber jetzt entwickelt sie sich zunehmend zu einem Zeithindernis«.

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Das Impfen sei die »einzige Chance« zur Eindämmung der Pandemie, sagte Söder - und mahnte zu mehr Tempo. Die Impfzentren funktionierten gut, aber schneller gehe es nur über die Ärzte.

Zur Debatte über die Gewährung von Freiheitsrechten für Geimpfte und Genesene sagte der CSU-Chef, wenn jemand geimpft sei, könne er seine Rechte auch wieder einfordern vom Staat. Dies sollte nun »zeitlich gut gestaffelt« geschehen. Auch sei die baldige Aufhebung von Beschränkungen ein Anreiz, sich impfen zu lassen.

Über das Thema Impfen berät am Montagnachmittag eine Bund-Länder-Runde. Söder hatte zuvor vorgeschlagen, schon im Mai alle Impfstoffe für jeden komplett freizugeben und auch Schüler ab 16 Jahren vermehrt zu impfen.

Zu Forderungen des SPD-Kanzlerkandidaten Olaf Scholz, Ende Mai klare Öffnungsschritte für den Sommer festzulegen, äußerte sich Söder kritisch. »Mit Corona kann man keine Deals und Pläne machen«, sagte er. Tagesgenaue Pläne hätten in der ganzen Pandemie-Zeit nie funktioniert. Scholz' Forderung sei daher »eher ein Schaugefecht, als ein kluger Vorschlag«.

© dpa-infocom, dpa:210425-99-348468/2


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